Nach 56.939 Ladungen: Letzter vollbeladener Kipper hat das Areal verlassen

Baustelle Profilierungs- und Abdeckarbeiten der Halde 65 sind abgeschlossen

Bad Schlema. 

Bad Schlema. Der letzte mit Haldenmaterial vollbeladene Kipper hat das Areal der Halde 65 in Bad Schlema verlassen. Die Profilierungs- und Abdeckarbeiten sind abgeschlossen. Seit 2018 wird mit der Halde 65 ein Relikt des frühen Uranerzbergbaus saniert. Manfred Speer, Leiter Projektträger Wismut-Altstandorte, spricht von einem Meilenstein im Rahmen der Wismut-Altstandortsanierung. Innerhalb der zwei Jahre sind über 1 Millionen Tonnen an Haldenmaterial abtransportiert worden auf die Halde 73 in Hartenstein.

Taufe des Schachts im Februar 1968

Insgesamt waren 56.939 LKW-Ladungen notwendig. "Wir haben einmal gerechnet. Wenn man diese LKWs Stoßstange an Stoßstand reiht, dann ist das eine Strecke von 490 Kilometern", erklärt Speer, der heute auch einmal in der Geschichte zurückgeblättert hat: "Der Schacht 65 wurde im Februar 1968 getauft 1949 bis 1957 gab es die Ablagerung des Haldenmaterials und 1958 ist der Bergbau eingestellt worden. In den 60er Jahren gab es eine Abflachung des Spitzkegels und ein paar Jahre später wurden Bäume angepflanzt und das ist bis in die Zeit vor der Abtragung geblieben."

Endgültige Fertigstellung für das kommende Jahr geplant

Die Kosten für die eigentliche Sanierung der Halde 65 belaufen sich in Summe auf 7,1 Millionen Euro inklusive Planung, ingenieurtechnische Begleitung, Bauüberwachung und dem Transport, so Speer. "Zusätzlich haben wir 2,8 Millionen gebraucht, um das Material in Hartenstein geordnet einzubauen und die Wägung der LKWs durchzuführen." Im Preis inbegriffen sei dabei auch der Kanalbau, den man realisiert hat, um das Oberflächenwasser anzuleiten und die Maßnahmen, die noch folgen, wie das Herstellen der Wasseranschlüsse und der Fußwegebau. Mit der endgültigen Fertigstellung rechnet man im Mai bzw. Juni 2021. "Das hängt davon ab, wie lange wir in Richtung Winter bauen können", so Speer.