• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Nach der Wahl: Thomas Dietz (AfD) im Interview

Wahl Der 54-Jährige holte das Direktmandat für Erzgebirge I

Thomas Dietz (AfD) hat im Wahlkreis 164 (Erzgebirge 1) mit 31,7 Prozent gesiegt. Der 54-Jährige ist gelernter Buchdrucker und neu im Bundestag.

Was war Ihr erster Gedanke, als Sie das Ergebnis in Ihrem Wahlkreis erfahren haben?

Es gibt ab sofort zwei Lebensmittelpunkte: Das Erzgebirge und nun zusätzlich Berlin. Zu den Sitzungswochen werde ich durchgehend in Berlin sein.

Was hat Sie am Ergebnis der Bundestagswahl am meisten überrascht und warum?

Mich hat überrascht, dass die Wähler in Deutschland immer wieder das Gleiche tun und andere Ergebnisse erwarten. Ich beziehe dies auf den wiederholt zu beobachtenden Wählerwechsel zwischen den beiden (ehemaligen) großen Volksparteien CDU/CSU und SPD. Jetzt ist die Waage wieder einmal in Richtung SPD ausgeschlagen.

Wie haben Sie Ihren Sieg gefeiert?

Ich war mit Familie und vielen Freunden und Mitgliedern zusammen. Wir haben in einer Gaststätte TV und Internet installiert und zusammen die Hochrechnungen und Wahlergebnisse verfolgt. Es gab unglaublich viele Glückwünsche.

Welche Aufgaben wollen Sie als erste in Berlin und in Ihrem Wahlkreis anpacken?

Als Oppositionspartei sind wir der Stachel im Fleisch der neuen Bundesregierung. Wir werden unentwegt die Probleme thematisieren, welche den Menschen auf den Nägeln brennen. Wir werden entsprechende Anträge zum Beispiel zur Förderung von Familien, zur Sicherung der Energieversorgung oder zu einer Steuerreform einbringen. Besonders wichtig ist für uns auch, dass die überzogenen Corona-Maßnahmen aufhören, dass es keine Impfpflicht gibt.

Was sagt Ihre Familie dazu, dass Sie nun viel Zeit in Berlin verbringen werden?

Natürlich wird das eine Umstellung, aber das war uns vorher bewusst und ist nur eine Frage der Organisation. Meine Kinder sind erwachsen und mein großer Sohn lebt und arbeitet bereits viele Jahre in Berlin. Somit besteht hier schon die Verbindung. 

Das sind die Direktmandate für Sachsen.