Nach einem Unfall ist Besonnenheit gefragt

Verkehr Experte erläutert bei Verkehrsteilnehmer-Schulung das richtige Verhalten nach einem Unfall

Für ein paar Tage haben sich Eis und Schnee wieder verzogen. Doch sobald die Temperaturen wieder unter den Gefrierpunkt sinken, ist vor allem im Straßenverkehr höchste Vorsicht geboten. Dass es auf glatten Straßen häufiger zu Unfällen kommt, ist kein Geheimnis. Trotzdem hofft jeder, solchen Situationen zu entgehen. Wie man sich aber verhalten sollte, wenn es doch einmal passiert, hat Dietmar Schubert in Drebach ausführlich erläutert.

"Bei einem Unfall ist es die Pflicht, sofort anzuhalten - selbst wenn man sich auf einer Kreuzung befindet", so Schubert bei der Verkehrsteilnehmer-Schulung. Nur so könne die Beweissicherung ermöglicht werden. Die zweite Aufgabe sei, die Unfallstelle zu sichern. Dies habe Vorrang noch vor dem Helfen von Verletzten, da die aktive Person ohne Absicherung womöglich selbst von nachfolgenden Fahrzeugen erfasst wird. Beim Aufstellen des Warndreiecks gilt es, den richtigen Standort zu wählen - nicht auf der Fahrbahn, sondern auf dem Standstreifen. Innerorts muss das Dreieck 50 bis 70 Meter vor der Unfallstelle platziert werden. Außerorts sind es rund 100, auf der Autobahn 150 bis 200 Meter.

Natürlich sollte man sich auch rasch um Verletzte kümmern. "Jeder ist verpflichtet, erste Hilfe zu leisten", betont Schubert und nennt als Erstes die stabile Seitenlage. Dabei sei zu beachten, dass nicht mehr Mund-zu-Mund, sondern Mund-zu-Nase beatmet wird. "Nichts zu tun, ist schlechter als die Gefahr, nicht korrekt zu handeln", ermutigt der Experte zur Initiative. Dabei vergisst er nicht den Hinweis, dass der Sani-Kasten nicht älter als fünf Jahre sein darf. Neben den Verletzten sollte man aber auch andere Personen im Blick haben. Wichtig sind Kontaktdaten von denjenigen, die Angaben zum Unfallhergang machen können.