Nach Großeinsatz an Schule: Hervorragendes Zusammenspiel aller Rettungskräfte im Erzgebirge

Helios Klinikum Aue schafft kurzfristig Kapazitäten

Annaberg/Aue-Bad-Schlema

Nach dem Vorfall am Adam-Ries-Bildungszentrum in Annaberg-Buchholz, bei dem eine bislang unbekannte Substanz in einer Schultoilette freigesetzt wurde und rund 60 Personen über Atemwegsreizungen klagten, wurde ein sogenannter Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgelöst. 29 Personen mussten vorsorglich in umliegenden Krankenhäusern untergebracht werden.

 

MANV in Annaberg: Feuerwehr und Rettungskräfte im Großeinsatz

Schnelle Reaktion war gefragt, nachdem am Dienstagvormittag die Meldung über verletzte Schüler und Lehrer einging. Der Einsatz wurde sofort als MANV eingestuft, was automatisch weitreichende Alarmierungs- und Koordinierungsmechanismen bei Rettungsdiensten und Kliniken in Gang setzt. Das Helios-Klinikum in Aue kam damit ins Spiel.

 

So bereitete sich das Krankenhaus auf einen Patientenansturm vor

"Der MANV wurde bei uns als Voranfrage angekündigt", erklärt Kliniksprecherin Katharina Kurzweg. "Da Zeit in solchen Fällen ein entscheidender Faktor ist, haben wir den internen MANV-Prozess umgehend aktiviert." Innerhalb kürzester Zeit wurde die Notaufnahme erweitert, die Einsatzleitung informiert und eine Aufnahmekapazität für bis zu 45 Patienten bereitgestellt.

 

Reibungslose Abläufe dank MANV-Übung im Vorfeld

Obwohl die meisten Betroffenen noch am Einsatzort medizinisch betreut wurden, zeigte der Vorfall: Die Vorbereitungen greifen. Die Klinik musste keine zusätzlichen Kräfte ins Haus holen, blieb aber jederzeit einsatzbereit. Kurzweg lobte die Effizienz der Abläufe - nicht zuletzt dank einer vorausgegangenen Übung, die die Handlungssicherheit im Ernstfall stärkte.

 

Lob vom Kreisbrandmeister: Einsatzkräfte arbeiten Hand in Hand

Kreisbrandmeister Falko Auerswald betonte, wie wichtig das koordinierte Zusammenspiel der verschiedenen Organisationen sei. Der Vorfall in Annaberg-Buchholz sei ein Beispiel für gelebte Einsatzroutine, bei dem Feuerwehr, Katastrophenschutz, Rettungsdienste, Polizei und Kliniken hervorragend ineinandergriffen - und so gemeinsam für Sicherheit sorgten.