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Nach Messerstecherei in Aue: Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags

polizei Mitarbeiter schwer verletzt

Zu Heiligabend kam es im Pfarramt bei einer Feierlichkeit für Bedürftige von der St. Nikolai-Kirchgemeinde zu einer Messerstecherei. Laut Außendienstleiter der Polizeidirektion Chemnitz kam es während der Geschenkausgabe zu einer Auseinandersetzung, bei dem der 53-jährige Syrer nach mehrfacher Verwarnung von der Veranstaltung verwiesen wurde. Kurze Zeit später kam dieser zusammen mit mehreren Personen zurück.

Es kam zu einer weiteren Auseinandersetzung gegen einen 34-jährigen Iraner, der an der Feierlichkeit teilnahm. Ein 51-jähriger Mitarbeiter der Kirchgemeinde wurde bei der Schlichtung des Streits mit einem Messer schwer im Bauchbereich verletzt und musste daraufhin in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach Aussagen der Polizei wurde der Mitarbeiter noch in der Nacht operiert. Der 34-jähriger wurde bei der Auseinandersetzung ebenfalls leicht verletzt. 

Noch in der Nacht begann die Kriminalpolizei mit ihren Ermittlungen vor Ort und fahndet nach den derzeit unbekannten Männern. Insbesondere müssen weitere Zeugen befragt werden. 
 
Update 27. Dezember, 13:15 Uhr: Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Chemnitz ein 53-jähriger Syrer vorläufig festgenommen. Dieser hatte die Veranstaltung zunächst verlassen und war wenig später mit weiteren Männern wieder erschienen. Gegen den 53-Jährigen wurde am 26.12.2019 von einer Ermittlungsrichterin auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Anstiftung zum versuchten Totschlag und zur gefährlichen Körperverletzung erlassen. Es handelt sich bei dem Verhafteten nicht um den Tatverdächtigen, der dem 51-jährigen Geschädigten die Stichverletzung zugefügt hat. Der 53-Jährige befindet sich in einer Justizvollzugsanstalt
 
Die Chemnitzer Kriminalpolizei führt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Chemnitz die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Totschlages. Insbesondere die Identifizierung weiterer an der Auseinandersetzung beteiligter Personen sowie deren jeweilige Tatbeteiligung sind Gegenstand der andauernden Ermittlungen.

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