Nach Nutzung für "Halde 65" in Bad Schlema

Beschluss Stadtrat beschließt Bebauungsplan

Aue-Bad Schlema. 

Aue-Bad Schlema. Der Stadtrat von Aue-Bad Schlema hat in seiner gestrigen Sitzung die Aufstellung eines Bebauungsplanes im beschleunigten Verfahren für das Wohngebiet und Sondergebiet Kultur "Halde 65" in Bad Schlema beschlossen. Da der Bedarf an individuellen Wohnstandorten und die Nachfrage nach selbstgenutztem Wohneigentum vorhanden sind, will man dem Rechnung tragen und einen Teil der Fläche zu einem Wohnstandort entwickeln. Bis zu elf Parzellen sollen gebildet werden. Dort können Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen. Im nördlichen Bereich der sanierten Halde ist eine Fläche für kulturelle Veranstaltungen geplant. Vor allem denkt man dabei an das Europäische Blasmusikfestival - das große Festzelt soll künftig dort temporär errichtet werden.

In Summe steht eine Fläche von 18093 Quadratmetern zur Verfügung, die neben der Wohnbebauung und dem Kulturbereich auch Straßen und eine öffentliche Parkfläche beinhalte. Die Halde 65 ist ein Wismut-Altstandort und ist entsprechend von der Wismut saniert worden. Anfang Juli dieses Jahres ist der letzte Kubikmeter Haldenmaterial auf einen LKW geladen und zur Halde 371 nach Hartenstein transportiert worden. Die Halde 65 wurde einst von 1948 bis 1957 von der damaligen SAG/SDAG Wismut angelegt. Sie entstand durch die Ablagerung von Abraummaterial des Schachtes 65. Warum man jetzt zeitnah mit den Plänen zur Bebauung vorangeht, hat einen guten Grund.

Wie Aue-Bad Schlemas Oberbürgermeister Heinrich Kohl erklärt, ist die Fläche eines Teilgrundstückes in dem Bereich aufgrund einer Vornutzung im gemeinsamen Flächennutzungsplan des Städtebundes Silberberg als Waldfläche ausgewiesen. Im Rahmen des Verfahrens zur 2. Änderung des Flächennutzungsplanes soll die Fläche entsprechend der geplanten Nutzung angepasst werden. Aktuell gilt: die umgewandelte Waldfläche ist bis 31. Dezember 2022 wieder aufzuforsten, wenn es nicht eine andere städtebauliche Nutzung gibt. Diese hat man gestern auf den Weg gebracht.