Nach Olympia und Partner-Aus: Florian Müller trifft richtungsweisende Entscheidung

Der Rennrodler aus Annaberg musste nach Platz 4 bei Olympia umdenken. Nun ist klar, welchen Weg der 24-Jährige künftig einschlägt.

Erzgebirge

Schon im Jugendbereich hatte Florian Müller mit Erfolgen auf sich aufmerksam gemacht, 2022 sorgte der aus Annaberg stammende Rennrodler dann für große Schlagzeilen.

Harte Arbeit zahlte sich aus

Bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Winterberg gewann er Gold mit der Teamstaffel und wurde zudem Vizeweltmeister im Einsitzer. Auf den Durchbruch im Männerbereich musste der Wintersportler des WSC Oberwiesenthal etwas warten, doch die vor zwei Jahren begonnene Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Toni Eggert zahlte sich aus.

Nach mehreren Weltcup-Siegen war das Duo auch bei den Olympischen Spielen auf eine Top-Platzierung aus, doch es kam anders.

„Die Zeit nach Olympia war nicht einfach.“

„Wir hatten uns eine Medaille vorgestellt“, sagt Müller, der sich mit seinem Partner in Italien jedoch mit Platz 4 begnügen musste. „Das war erstmal enttäuschend“, gesteht der 24-Jährige, fügt jedoch hinzu: „Wir haben alles aus uns herausgeholt, den perfekten Lauf gibt es nun mal nicht.“

Der Annaberger konnte sich vorstellen, weiterhin mit Eggert an den Start zu gehen, weil er großes Potenzial in dieser Kooperation sah. Doch weil Eggert seine Karriere beendete, musste der Erzgebirger umdenken. „Die Zeit nach Olympia war nicht einfach für mich“, erklärt der Sportsoldat, der drei Optionen für sich sah – und nun eine Entscheidung gefällt hat.

Regeländerung spielt Müller in die Karten

Mit einem neuen Partner weiterhin im Doppelsitzer zu fahren, kam für Müller ebenso in Betracht wie ein Laufbahnende. Entschieden hat er sich allerdings für die dritte Möglichkeit: Künftig will der Annaberger wieder im Einsitzer auf die Jagd nach der Bestzeit gehen.

Ein Grund dafür war die Tatsache, dass der Zeitpunkt günstig dafür war. „Vom internationalen Verband gab es eine Regeländerung fürs Material. Darauf müssen sich alle Rodler neu einstellen“, erklärt Müller.

Ein Schritt nach dem anderen

Mit dem Training hat er in Oberwiesenthal längst wieder begonnen. Akribisch hält er sich an den Plan von Stützpunkttrainer Torsten Görlitzer, um es wieder in den Weltcup zu schaffen. Unter Druck setzt sich der 24-jährige Sportsoldat allerdings nicht: „Ich gehe das ganze Step by Step an.“ Womöglich führt sein Weg dann ja wieder einmal zu Olympia.

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