Nach "perfektem" Enduro-WM-Lauf: Veranstalter sorgt sich um Helfer für die Zukunft

weltmeisterschaftslauf Rund um Zschopau erneut bester Veranstalter

Zschopau. 

Zschopau. Der EnduroGP von Deutschland liegt eine Woche zurück. Bilder von Zschopau gingen im Fernsehen und in den sozialen Netzwerken um die Welt. 25.000 Zuschauer säumten die 50-Kilometer-Strecke, es war ein Volksfest.

 

Auszeichnung zur besten Veranstaltung

Zum zweiten Mal nach 2017, als die Enduro-WM letztmalig in Zschopau gastierte, wurde das Finale vom Weltverband FIM zur besten Veranstaltung der insgesamt 7 Stationen gekürt. Es ist eine große Auszeichnung für den Veranstalter MSC Rund um Zschopau im ADAC und seinen angeschlossenen Vereinen, der für die dreitägige Großveranstaltung in der Motorradstadt verantwortlich zeichnete. Im Hintergrund arbeiteten an jedem der drei Tage rund 430 Helfer, angefangen von den Sicherheitskräften, die das Fahrerlager rund um die Uhr bewachten, über das DRK, den umliegenden Feuerwehren bis zu den Streckenverantwortlichen.

Zu letzteren gehörte das Vorstandsmitglied des EMC Witzschdorf, Kai Fröhner, der den Enduro-Test Truschbach betreute. Der 43-Jährige sagte: "Es macht uns sehr stolz, zum besten Veranstalter gewählt zu werden." Und weiter: "Der Samstag lief sportlich gesehen optimal. Das Feedback von Fahrern, Betreuern und Zuschauer war richtig gut. Am Abschlusstag bot sich ein ähnliches Bild."

 

Mangel an ehrenamtlichen Unterstützern

Vor massive Probleme stellen den Verein jedoch der Mangel an ehrenamtlichen Unterstützern: "Da die Sonderprüfungsrunde mit 8 Kilometern außerordentlich lang war, brauchten wir entsprechend viele Helfer. Am Samstag hatten wir 75 Helfer im Einsatz. Für den Folgetag hatte ich jedoch viele kurzfristige Absagen. Ich habe einen dringenden Rundruf abgesetzt, um noch Helfer ran zubekommen. Hier hat mich der Prologverantwortliche Tom Klädtke unterstützt, indem er einige seiner Leute rüberschickte. Auch andere Vereine haben uns Hilfe angeboten. Das war die Rettung, damit sind wir wenigstens auf 70 gekommen. Es wird immer schwieriger, ehrenamtliche Helfer zu finden. Wir müssen uns überlegen, ob wir das überhaupt noch einmal stemmen können", zog der Hennersdorfer ein erstes Fazit.

 

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