Nach Zwangsschließung: Wie läuft es in den Jugendherbergen?

Aktion Gemeinschaft daheim erleben - eine Idee der Herbergen

Neudorf/Grumbach. 

Neudorf/Grumbach. Was wäre unser Land ohne seine Jugendherbergen? Allein in Sachen gibt es davon 23. Sie alle sind aufgrund der Corona-Krise seit dem 19. März geschlossen. Keiner weiß, wann sie wieder öffnen dürfen. Auch die Umwelt-Jugendherberge "Raummühle" in Grumbach und die Jugendherberge Neudorf sind betroffen. Für die Herbergseltern Sabine und Andreas Schuricht ist das ein Problem. "Wir haben keine Einnahmen durch Gäste und unsere Mitarbeiter sind alle in Kurzarbeit. Wir selbst kümmern uns um die Grundsicherung der Herbergen, damit keine Schäden auftreten. Zudem gibt es viel zu tun in Richtung Gästebetreuung", sagt Andreas Schuricht, Chef der Jugendherberge in Neudorf.

Hoffnung auf baldige Förderung

Seine Frau hat in Grumbach den Hut auf und weiß: "Eigentlich ist das Frühjahr unsere Hauptsaison. Schade, dass das Bergwiesenfest in diesem Jahr nicht stattfinden kann. Zurzeit müssen wir uns sehr viel mit Stornierungen befassen, in der Hoffnung, dass die Termine im nächsten Jahr wahrgenommen werden können." Für die Jugendherbergen ist es eine Zeit der Ungewissheit. Doch da sich die Landesregierung nun positioniert hat, hofft man auf baldige Zuwendungen aus dem Fördertopf.

Die Klassenfahrt als Traumreise

Inzwischen haben viele Landesverbände deutschlandweit Ideen gesammelt und die Aktion "Gemeinschaft daheim erleben" ins Leben gerufen. Dies reicht von Spielideen gegen den Familienkoller bis zu sächsischen Rezepten und einer Postkarten-Aktion. Zudem kann man sich virtuelle Rundgänge ansehen. Sabine und Andreas Schuricht nutzen jetzt die Zeit für perfekte Klassenfahrten. Die DJH hat eine Umfrage erarbeitet, damit die nächste Klassenfahrt zur Traumreise wird. "Wir möchten dies gemeinsam gestalten und manches vielleicht verändern. Doch vorerst freuen wir uns auf neue Gäste und sind bedacht, dass alle gesund bleiben", so Sabine Schuricht.