Nächtlicher Rundgang hat Tradition

Tipp Kleine Zunft der Zwönitzer Nachtwächter ist 20 Jahre alt

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Matthias Franke gehört zu den Zwönitzer Nachtwächtern. Foto: R. Wendland

Zwönitz. Die Zwönitzer Nachtwächter sind in der Bergstadt fest etabliert und kaum wegzudenken. Regelmäßig, immer freitags und samstags ist einer der Zwönitzer Nachtwächter auf seinem nächtlichen Rundgang durch die Innenstadt unterwegs. Dieser beginnt und endet mit einem Ruf, der da lautet:

"Hört, Ihr Leut" und lasst Euch sagen, unsre Glock" hat 10 geschlagen, habt Acht auf Feuer und auf Licht, dass unsrer Stadt kein Schad" geschieht. Menschenwachen kann nichts nützen, Gott muss wachen, Gott muss schützen. Herr, durch Deine Güt" und Macht, gib uns eine gute Nacht."

Die kleine Zwönitzer Zunft, wie sich die Nachtwächter selbst beschreiben, besteht seit 20 Jahren und dieser runde Geburtstag wird im Rahmen des Festwochenendes gebührend gefeiert. Die Zwönitzer Nachtwächter, das ist ein Team bestehend aus vier Männern, die in die Tracht schlüpfen: Werner Störzel, Matthias Franke, Manfred Schnabel und Karl-Heinz Draheim.

Die Vier, dies sich mit den Nachtwächter-Diensten abwechseln, haben immer einen flotten Spruch auf den Lippen und sorgen so für Spaß und Unterhaltung. Bei der klassischen Runde werden Gaststätten in Zwönitz besucht, es gibt einen Auftritt an der Postmeilensäule und zum Schluss geht es zum Abgesang auf den Rathausturm. Dieses Zeremoniell zu verfolgen ist für Besucher ein echtes Erlebnis.

Die Tradition des Nachtwächters lässt sich, wie alte Schriften aus dem Zwönitzer Stadtarchiv belegen, auf das Jahr 1650 zurückführen. In der Neuzeit ist der erste Nachtwächter im Oktober 1997 bestellt worden.