Narren blicken nach Amerika

Fasching Dittmannsdorfer Verein sucht das Ei des Kolumbus

"Amerika - von Rio bis nach Kanada", heißt das Motto des 23. Klein Tiroler Faschings in Dittmannsdorf. Viel Applaus erhielt die Kindertanzgruppe. Foto: Dirk Trautmann

Dittmannsdorf. Die Dittmannsdorfer Narren haben ihre Faschingssaison eröffnet. Zu ihrer ersten Faschingsveranstaltung war die Sport- und Kulturhalle mit einhundert Gästen ausverkauft. Das Motto für die 23. Faschingssaison der "Klein Tiroler Narren" lautete "Amerika - von Rio bis nach Kanada". Mehr als 60 Faschingsnarren sorgten am Samstag für ein rasantes Programm, angefangen bei den jungen Tänzerinnen des Kinderballetts bis zu den Mitwirkenden des Rahmenprogramms.

Und das hatte es in sich: Es wurde enthüllt, was Christoph Kolumbus auf seiner Reise in die Neue Welt wirklich suchte. Es war nicht Indien, sondern das Ei des Kolumbus! Auf der Bühne wurde auch ein deutscher Dichter gesichtet, der, ohne in Amerika gewesen zu sein und einen Indianer gesehen zu haben, erfolgreiche Bücher über "seine" Abenteuer im Wilden Westen geschrieben hatte: Karl May, dargestellt von Enrico Münzner, dem Chef des Dittmannsdorfer Heimatvereins.

Bis nach Dresden hatte sich herumgesprochen, dass in dem kleinen Erzgebirgsdorf tolle Faschingsveranstaltungen geboten werden. Ein Team des MDR war schon vor Ort und hatte die Vorbereitungen für den Fasching aufgezeichnet. Am kommenden Samstag soll auch die zweite Veranstaltung mitgeschnitten werden. "Das ist schon etwas Besonderes und eine Würdigung unserer Arbeit", sagte Vereinschef Enrico Münzner.