Naturschützer helfen Kröten über die Straße

Saison Förderverein rettet jährlich 2.500 Tiere auf dem Weg zum Hengstteich

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Carmen Wohlgemuth sammelt Kröten ein und setzt sie am Hengstteich wieder aus. Foto: Jan Görner

Reitzenhain. Die Laichsaison der Kröten steht bereits vor ihrem Abschluss. Ganz vorbei ist sie aber noch nicht. Auch zwischen Reitzenhain und Satzung wollen immer noch paarungsbereite Kröten die Straße überqueren. Ihr Ziel ist der nahe gelegene Hengstteich. Ein Krötenfangzaun am Straßenrand hält sie auf. Den hat der Förderverein Natura Miriquidica mit seinen freiwilligen Helfern errichtet. Carmen Wohlgemuth gehört zu den Mitgliedern, die hier regelmäßig die alle zehn Meter entlang des Zaunes eingegrabenen Eimer ausleeren und die Kröten über die Straße bis zum Ufer des Gewässers tragen.

Ihr Tagesrekord liegt in dieser Saison bei über 500 Tieren. Pro Jahr rettet der Verein etwa 2.500 Tiere auf diese Weise. Das entspricht etwa einem Drittel der Population im Hengstteich. Für den Vereinsvorsitzenden Kay Meister ist das ein eindeutiger Beweis dafür, dass sich der Bau der Krötenzäune lohnt. Einige Kröten haben sich bereits auf den Rückweg begeben. Für sie ist die Straße eine Todesfalle, wie Carmen Wohlgemuth weiß. Die vertrockneten Kadaver auf dem Asphalt beweist das. Deshalb bittet die Gelobtländerin die Autofahrer darum, in diesem Bereich langsamer zu fahren und auf die Kröten Rücksicht zu nehmen.