Neue Attraktion am Adorfer Pyramidenplatz

Baureport Sonnenuhr Mitte November aufgestellt

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Der Vorsitzende des Vereins für Orts- und Heimatgeschichte Adorf, Helfried Walther, mit der neuen Sonnenuhr. Foto: ERZ-Foto / Georg Ulrich Dostmann

Adorf. Der Pyramidenplatz in Adorf ist neuerdings um eine Attraktion reicher, da Mitte November an dieser Stelle eine Sonnenuhr aufgestellt wurde. Dabei handelt es sich um Flächen, auf der die Stunden durch den Schatten der Zeiger im Sonnenschein bestimmt werden.

Sonnenuhr und Tierkreiszeichen

Bei dem Adorfer Modell handelt sich um einen zweieinhalb Tonnen schweren Würfel aus Postaer Sandstein, der Zifferblätter von vier Uhren trägt. Eine horizontale Sonnenuhr mit Stunden- und Datumslinien sowie Tierkreiszeichen befindet sich auf der oberen waagerechten Fläche.

Drei der vier senkrechten Würfelflächen sind für vertikale Sonnenuhren bestimmt, während die nach Norden gerichtete Fläche das Symbol von Adorf, den Sinnspruch "Ohne Sonne bin ich nichts" und die Jahreszahl 2017 trägt.

Überlegungen im Vorfeld

"Wir möchten mit der Sonnenuhr zeigen, wie früher die Zeit bestimmt wurde", erzählt Helfried Walther, der Vorsitzende des Vereins für Orts- und Heimatgeschichte Adorf. Mit der konkreten Planung wurde vor vier Jahren begonnen. Der 79-Jährige berichtet, dass es im Vorfeld Überlegungen gab, wie man den Platz in der pyramidenfreien Zeit ansehnlich gestalten kann.

Der erste Schritt war die Erstellung eines eins zu eins Modells, welches zum Feuerwehrfest gezeigt wurde. Ein Jahr später wurde der Bau in Auftrag gegeben. Allerdings musste dieser gestoppt werden, als die finanziellen Mittel ausgeschöpft waren. "Daraufhin haben wir 2017 einen Spendenaufruf gestartet, an dem sich über 100 Personen beteiligten", sagt Vereinsmitglied Peter Loos. Die Arbeiten konnten fortgesetzt und Mitte November abgeschlossen werden.

Das wünschen sich die Vereinsmitglieder

Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 8000 Euro, die zu jeweils einem Drittel von der Gemeinde, dem Verein für Orts- und Heimatgeschichte und durch Spenden getragen werden. Die Vereinsmitglieder würden sich wünschen, dass der Sächsische Jakobsweg dahingehend geändert wird, dass er zukünftig am Pyramidenplatz mit der Sonnenuhr vorbeiführt.