Neue Dokureihe läuft immer am Schnapszahltag

Aktion Konsulat zeigt Filme mit gesellschaftlichen Tabuthemen

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Franziska Siegert (2.v.l.) diskutiert mit Freunden über die Dokureihe. Foto: Ilka Ruck

Annaberg-B. Das Neue Konsulat in Annaberg-Buchholz ist für seine ungewöhnlichen Angebote bekannt. Nun ist eine neue Dokureihe geplant. "Wir mögen Dokumentationen und haben uns für dieses Medienprojekt entschieden, um auch kleineren Dokumentarfilmern eine Plattform zu geben", sagt Franziska Siegert vom Neuen Konsulat Lichtfabrik e.V..

Sie erklärt weiter: "Anders als sonst, werden wir Filme nicht nur am Samstag zeigen, sondern immer einmal im Monat, dem Schnapszahltag, also am 3.3., 4.4., 5.5. und am 6.6." Unter dem Motto "Heimat ist, wo..." präsentiert das Neue Konsulat damit monatlich einen Film des Medienprojektes Wuppertal. Das Medienprojekt konzipiert und realisiert seit 1992 erfolgreich Modellprojekte aktiver Jugendvideoarbeit.

Es geht um Heimat und Nationalgefühl

Die Dokumentationen behandeln gesellschaftliche Tabu- und Randthemen, denen sich die Filmemacher im Alter von 14 bis 28 Jahren sehr einfühlsam nähern. Das Wort Heimat geistert derzeit durch alle Medien: geliebt, verpönt und doch so wichtig. Heimat und Nationalgefühl spielen eine identitätsstiftende Rolle in einer globalisierten und heterogenen Welt, die für viele zunehmend unüberschaubar und unsicher wirkt.

In Dokumentar- und Kurzfilmen reflektieren junge Menschen ihre eigene Haltung zu diesem Thema. Aktuelle Erhebungen zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der deutschen Jugendlichen sich "wieder" positiv zur eigenen Nation bekennt. Im Zentrum der Filme stehen die Fragen: Was heißt Heimat, Deutsch-Sein, Migrant-Sein und Nationalgefühl für junge Menschen in Deutschland heute? Was verbirgt sich hinter den Begriffen Nation und Vaterland und worauf beruht ein positives oder negatives Nationalbewusstsein? Die Themen der Filme sind: "Heimat ist, wo?", "Nicht Mutter", "Einfach Mensch" und "Richtig autistisch". Beginn ist jeweils 20 Uhr.