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Sachsen

Neue Leitung im Stickereimuseum Eibenstock

Kultur Matthias Schürer übergibt Staffelstab an Antina Richter

Eibenstock. 

Eibenstock . Im Stickereimuseum in Eibenstock steht eine Staffelstab-Übergabe an - der langjährige Museumsleiter Matthias Schürer geht zum 1. Februar in den wohlverdienten Ruhestand. Die Geschicke des Museums leitet dann Antina Richter. Matthias Schürer schaut gern zurück. Der heute 63-jährige Eibenstocker hat das Museum jetzt 30 Jahre lang geleitet. Sein berufliches Leben war sehr vielschichtig gestaltet.

Als gelernter Modellbauer, hat er später ein Fernstudium zum Gießerei-Ingenieur absolviert, ist als Konstrukteur und Technologe im Modellbau tätig gewesen und auch ein Jahr als Bühnengestalter im Kulturhaus Aue. Es gab eine Zeit in der Bürstenindustrie und nach der Wende hat er sich als Museumsleiter beworben. "Angefangen habe ich am 1. September 1991 im Heimatmuseum, das damals in Räumlichkeiten am Platz des Friedens untergebracht war", erzählt Schürer und sagt: "Der größte Meilenstein in meiner 30-jährigen Tätigkeit war 1997 der Umzug des Museums in die jetzigen Räumlichkeiten." Das Museum am neuen Standort aufzubauen, sei schon eine Herausforderung gewesen: "Das Erdgeschoss ist damals über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme von Leuten gestaltet worden, die aus der Stickerei-Industrie kamen." Die Stadtgeschichte und alles andere lag bei Matthias Schürer auf dem Tisch, der in all den Jahren auch immer wieder Sonderausstellungen thematisiert und auf die Beine gestellt hat - in Summe sind es rund 50 Sonderschauen gewesen.

Der Ruhestand wird wohl nicht wirklich ruhig: Schürer möchte an seinem 300 Jahre alten Haus weiter arbeiten und sich mehr Zeit fürs Enkelkind und fürs Malen nehmen. "Auch werde ich ehrenamtlich weiterhin im Museum mit tätig sein", so Schürer.

Die neue Leiterin Antina Richter ist ursprünglich Diplomtextiltechnologin, hat zusätzlich eine Ausbildung als Baukalkulatorin und ist zuletzt als Betriebsteilleiterin in der Pulverbeschichtung in Schönheide tätig gewesen. "Mit der Stelle im Museum gehe ich zurück zu meinen Wurzeln. Es war immer schon mein Wunsch, in dieser Richtung zu wirken und das, was da ist, für die Nachwelt zu erhalten." Die 57-jährige aus Eibenstock, die genauso wie Matthias Schürer im Heimatverein engagiert ist, hat ein großes Ziel: "Mir liegt es am Herzen, dass die Museumspädagogik im Stickereimuseum eingeführt und vorangetrieben wird. Einfach damit mehr Jugendliche und Schüler ins Museum kommen und dazulernen."