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Neue Paramente für die Pobershauer Kirche

Neuerung Einführung soll am Dritten Advent erfolgen

Marienberg. 

Marienberg. Der Marienberger Schneidermeister Markus Seiler hat neue Paramente für die Pobershauer Kirche hergestellt. Als Paramente oder Antependien werden die bunten Tücher bezeichnet, die über die Kanzel, den Altar und das Predigtpult gelegt werden. Je nach Farbe haben sie eine ganz bestimmte Bedeutung. Diese entspricht der jeweiligen Zeit im Kirchenjahr.

Entwürfe mit der Kreativität des Handwerksmeisters

Neu sind sie für Pobershau in Violett entstanden. "Viollett bedeutet in der Kirche immer Vorbereitung", so Wolfram Rohloff. Er ist Pfarrer in Zöblitz/Lauterbach und in Pobershau als Vakanzvertretung eingesetzt. Verwendet werden die neuen Paramente in der Advents- und in der Passionszeit sowie am Buß- und Bettag. Die Entwürfe entspringen zu 100 Prozent der Kreativität des Handwerksmeisters Markus Seiler. Für ihn sei es eine nicht alltägliche Arbeit und auch deshalb eine sehr schöne Herausforderung gewesen.

Der perfekte Stoff für diesen Auftrag

Ein bisschen Erfahrung kann er auf diesem Gebiet ebenfalls vorweisen. Schließlich wurden in der Marienberger Schneiderwerkstatt bereits Paramente für Kühnhaide und St. Marien angefertigt. Bei der Auswahl des Stoffes kam für ihn nur der Samt in Frage. Er sieht darin den König unter den Stoffen. Die Königin ist die Seide. Samt habe einen ganz brillanten Glanz. So schimmert der violette Stoff je nach Lichteinwirkung ganz unterschiedlich. Aus diesem Grund habe er sich bestens für diesen Auftrag geeignet. Für die Stickerei sind in etwa 360.000 Stichen insgesamt zirka 1.800 Meter Stickgarn zum Einsatz gekommen.

Verwendung der Paramente erstmals am 3. Advent

Bei der Übergabe zeigten sich sowohl der Pfarrer als auch der Kirchenvorstand Lutz Reichel beeindruckt von der brillanten Wirkung des Stoffes. Aus dem zur vorherigen Abstimmung vorgelegten Computerausdruck sei das für die beiden so nicht absehbar gewesen. "Die alten Paramente stammen noch aus der Erbauungszeit der Kirche damit aus dem Jahr 1905. Sie sind mittlerweile an manchen Stellen verblichen und verschlissen", so Lutz Reichel. Das erste Mal Verwendung finden sollen die neuen Paramente am 3. Advent.