Neue Perspektive für alte Gebäude

Förderung Zschopauer Innenstadtmanager erläutert finanzielle Unterstützung von Projekten

Zschopau. 

Zschopau. Wie aus sanierungsbedürftigen Gebäuden moderne Objekte werden können, hat Tom Arnold bei einem außergewöhnlichen Stadtrundgang in Zschopau erläutert. Diesmal ging es nicht um die Sehenswürdigkeiten, sondern um die weniger gepflegten Häuser. "Solche Gebäude sind auf den ersten Blick Schandflecken, aber eigentlich sind sie von großer städtebaulicher Wichtigkeit", erklärte Arnold. Als Innenstadtmanager kämpft er seit zwei Jahren darum, dass sich das Stadtbild kontinuierlich verbessert. Einerseits eine dankbare Aufgabe, da "Zschopau das Glück hat, dass die Innenstadt komplett erhalten ist".

Städtebauföderung unterstützt Investoren

Andererseits ist die Herausforderung für den 31-jährigen Mitarbeiter der Gesellschaft für Stadt- und Landentwicklung schwierig. Schließlich werden viele mögliche Interessenten von den Kosten abgeschreckt, die die Sanierung eines Gebäudes mit sich bringen könnte. Diese finanziellen Sorgen versuchte Tom Arnold während des Stadtrundgangs zu mindern, indem er die beachtlichen Möglichkeiten der bereits seit 48 Jahren existierenden Städtebauförderung erläuterte. "Gefördert werden dabei die sogenannten unrentierlichen Kosten", so der Experte. Dabei handele es sich um den Betrag, den Investoren später nicht durch die Miete wieder hereinholen können. Bei besonders baufälligen Objekten sei eine Förderung von bis zu 80 Prozent denkbar.

Bei der Neugestaltung der Märkte hat sich die finanzielle Unterstützung bereits bezahlt gemacht. Als aktuelle Beispiele nannte Arnold die Sanierung des ehemaligen Stadtcafés und des Seminargartens. Seit 1993 seien in Zschopau bereits 33,3 Millionen Euro in die Städtebauförderung geflossen. Bis 2022 stehen für das Fördergebiet "Historischer Stadtkern" weitere 7,9 Millionen Euro zur Verfügung.