Neue Pyramide wird "angeschoben"

Projekt Neues Wahrzeichen von Lauter erstmalig in voller Pracht zu sehen

Lauter. 

Das Pyramidenanschieben ist für die Stadt Lauter dieses Jahr ein besonderes Ereignis. Nachdem die alte Ortspyramide 2011 bei einem Großbrand zerstört wurde, hat man alle Hebel in Bewegung gesetzt, Ersatz zu schaffen. Jetzt ist es soweit. Erstmalig wird die "Neue" in voller Pracht zu sehen sein. Sonntag 16:30 Uhr wird das gute Stück in Gang gesetzt. Das ist in Lauter eine Premiere. "Die vergangene Pyramide haben wir nie angeschoben", erklärt Bürgermeister Thomas Kunzmann. Geplant ist ein kleines bergmännisches Konzert und auch der Kinderchor der Kirchgemeinschaft tritt auf. Gegen 17 Uhr wird die Pyramide vorgestellt, sodass Neugierige den Werdegang nachvollziehen können. Wie Kunzmann erklärt, sollen erst kurz zuvor die einzelnen Figuren, die von Schnitzern der Region gestaltet wurden und auf den drei Ebenen Platz finden, aufgestellt werden. Fünf der Figuren hat der Schnitzverein Lauter gestaltet, vier haben die Bernsbacher realisiert und der untere Teller wird von Holzgestaltern der Künstlergruppe Exponart bestückt. Andre´Wappler gehört zum Schnitzverein Lauter. Er hat einen Waldarbeiter geschnitzt: "Es ist ein schönes Gefühl, an solch einem Projekt mitwirken zu können." Die Bemalung der Figuren stammt von drei Frauen aus Lauter und Bernsbach. Die Material-Kosten von 20.000 Euro konnten durch Spenden realisiert werden. Der Gesamtwert der Pyramide liege bei 60.000 bis 70.000 Euro. "Der Wert dazwischen wurde im Ehrenamt realisiert. Darauf kann man stolz sein, dass so viele Leute mitgewirkt haben", sagt Kunzmann, der selbst zum Schnitzeisen gegriffen und eine Kräuterfrau geschaffen hat.