Neuer Präsident hockt in den Startlöchern

Fußball Beim FCE Aue stehen auf der Mitgliederversammlung personelle Veränderungen an

Beim Fußball-Zweitligisten Erzgebirge Aue brechen neue Zeiten an. Hinter den Kulissen wurden in den vergangenen Tagen Stühle gerückt und Personalfragen diskutiert.

Fest steht: In der heutigen Mitgliederversammlung wird Bernd Keller als Präsident zurücktreten. Hintergrund sind gesundheitliche Probleme. Der Unternehmer muss sich zwei Knieoperationen unterziehen. Drei Jahre lenkte er die Geschicke im Lößnitztal, trat 2009 die Nachfolge von Uwe Leonhardt an, der ab 1992 dem Verein als Präsident vorstand. Am Montag saß er letztmalig in der Präsidentenfunktion im Stadion und erlebte in der Allianzarena das Spiel von 1860 München gegen die Veilchen. In den vergangenen Monaten habe sich sein Leben nur noch um den Verein gedreht, nun rücke seine Familie wieder verstärkt in den Vordergrund, sagte Keller sinngemäß immer wieder in Interviews. Stolz ist der FCE-Boss auf das Erreichte. Der wohl größte Erfolg war der Wiederaufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. Der 68-Jährige soll zwar als Präsident ausscheiden, dafür aber Ehrenpräsident werden.

Als heißer Favorit auf den FCE-Chefposten wird Lothar Lässig gehandelt. Der 58-Jährige ist der Geschäftsführer der Elektrowerkzeuge Eibenstock GmbH, die gleichzeitig als Trikotsponsor fungiert. Unruhe kam am vergangenen Wochenende zusätzlich in den Fankreisen auf. Denn eine Boulevardzeitung berichtete, dass die beiden Leonhardt-Brüder zukünftig nicht mehr zum Aufsichtsrat gehören werden. Die Zwillinge Uwe und Helge Leonhardt standen jahrelang, wie kaum andere, für die Lila-Weißen im Erzgebirge. Ob die beiden tatsächlich ausscheiden, wird sich heute Abend ab 18 Uhr im VIP-Zelt zeigen, dann nämlich beginnt die wegweisende Mitgliederversammlung.

Der Erzgebirgs-BLICK wird in seiner Wochenendausgabe ausführlich darüber berichten.