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Westsachsen

Neuer Radweg erst im kommenden Jahr

Eisenstraße Kosten und Dauer von Gelenauer Projekt steigen leicht an

Gelenau. 

Gelenau. Wer das Erzgebirge mit dem Rad erkunden will, für den wäre auch der Abstecher auf die Gelenauer Eisenstraße eine Überlegung wert. Beginnend im Oberdorf kann man dort ohne große Höhenunterschiede Richtung Amtsberg fahren und dabei den Ausblick über einen Großteil der Region genießen. Eine Rastbank bietet zwischendurch die Gelegenheit, den Blick auf das im Tal gelegene Dorf in Ruhe zu genießen. "Der Weg ist von touristischer Bedeutung", sagt Gelenaus Bürgermeister Knut Schreiter.

Projekt wird teurer als geplant

Ein Ausbau als Radweg wird daher von der Gemeinde angestrebt, erweist sich aber als kein leichtes Unterfangen. Es zeichnet sich ab, dass Kosten und Dauer des Projekts ansteigen. So ergab eine Abstimmung mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr, dass statt der anfangs geplanten 592.000 Euro nun insgesamt 668.000 Euro aufgebracht werden müssen. Für Gelenau steigt der Eigenanteil von 60.000 auf 160.000 Euro.

Grund dafür ist die Tatsache, dass die Eisenstraße auch von Fahrzeugen der Landwirtschaft rege genutzt wird. Viele Felder sind nur über diesen Weg zu erreichen, sodass es sich nicht nur um einen Radweg, sondern zugleich auch um einen Agrarweg handelt. Von der Zuwendungsbehörde werden aber nur die Anteile gefördert, die für einen Radweg erforderlich sind. Dies betrifft beispielsweise den Fahrbahnaufbau.

Gemeinde hat genügend Geld

Bei der Vermessung wurde zudem festgestellt, dass sich der Verlauf der Straße über die Jahrzehnte hinweg leicht verändert hat. Die Gemeinde kommt daher wohl um einige Grundstückszukäufe nicht herum. Dennoch soll die auf einer Länge von knapp zwei Kilometern geplante Maßnahme auf jeden Fall realisiert werden, da die Investitionspauschale der Gemeinde genügend Spielraum bietet. Beginnen wird der Bau laut Schreiter wahrscheinlich erst im kommenden Jahr.



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