Neuer Veilchen-Coach ist hochstudiert!

Fussball Daniel Meyer soll den FC Erzgebirge Aue durch die 2. Bundesliga führen

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Torwarttrainer Max Urwantschky, Cheftrainer Daniel Meyer, Co-Trainer Robin Lenk (v.l.). Foto: Katja Lippmann-Wagner

Aue. Sie könnten und sollen das neue Dream-Team im Lößnitztal werden: Torwarttrainer Max Urwantschky, der neue Cheftrainer Daniel Meyer, Co-Trainer Robin Lenk und Fitnesscoach Werner Schoupa (fehlt krankheitsbedingt auf dem Foto) werden den FC Erzgebirge Aue durch die kommende Saison führen. Präsident Helge Leonhardt hat Meyer am Donnerstag auf einer Pressekonferenz offiziell als neuen Cheftrainer vorgestellt. Nachdem Hannes Drews die Veilchen nach der erfolgreichen Relegation verlassen hat, musste der Vorstand des Vereins sich erneut auf Trainersuche begeben. Mit dem 38-jährigen Meyer bleiben die Lila-Weißen ihrer Linie treu und setzen auf einen jungen, frischen Trainer. Meyer hat einst Jura studiert und arbeitete bisher als Leiter des Nachwuchsbereiches beim 1. FC Köln.

 

Präsident hörte auf seinen Bauch

 

Meyer hat beste Referenzen und präsentierte sich perfekt. Das habe dazu geführt, dass ihn die Veilchen als neuen Cheftrainer verpflichtet haben. Präsident Helge Leonhardt hörte zudem auf seinen Bauch. "Die Entscheidung haben wir erst am Dienstag getroffen", sagt Leonhardt: "Letztendlich muss das Gesamtpaket passen."

Nicht unwesentlich war bei der Entscheidungsfindung auch die Tatsache, dass Daniel Meyer aus dem Osten kommt. "Natürlich ist das gut. Auch weil er damit einen Bezug zu Aue hat - von der Geschichte und vom Denken her." Jemand der hier gelebt und seine Kindheit hier verbracht habe, der denke ganz anders. Für Menschen aus dem Osten seien Dynamo Dresden und Wismut Aue Namen und Idole. "Ihn braucht man nicht aufzuklären. Er weiß, was hier abgeht", so der Veilchen-Boss.  Anders als bei Hannes Drews ist die Distanz nach Hause nicht mehr allzu weit. Daniel Meyers Lebensgefährtin, die er aus zeitlichen Gründen - wie er selbst sagt - noch nicht geheiratet hat und seine beiden Töchter leben in Strausberg. Die Strecke zwischen Job und Zuhause verringert sich damit für ihn deutlich, denn bisher war Meyer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums beim 1. FC Köln.

 

Vorfreude auf die Arbeit mit den Veilchen

 

Der 38-Jährige selbst sagt, dass er auf Aue nach Abstieg in die 3. Liga so richtig aufmerksam geworden sei. Meyer habe Hochachtung vor dem damals Erreichten. Der sofortige Wiederaufstieg sei keine Selbstverständlichkeit gewesen. Meyer freut sich sichtlich auf die Arbeit im Lößnitztal. Er machte während der Pressekonferenz und der Fototermine einen gelösten Eindruck. Zu den dringendsten Aufgaben gehört nun die Zusammenstellung des Kaders. Vor allem in der Offensive müssen die Veilchen nachlegen.