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Neuer Waldfriedhof als weltlicher Beisetzungsort soll in Neukirchen entstehen

Bestattung Alternative zum Kirchenfriedhof

Neukirchen. 

Neukirchen. Am Ende des Neukirchener Waldes, zwischen dem Sportplatz und der Autobahn 72, soll ein Friedwald entstehen. Geplant ist ein weltlicher Beisetzungsort als Alternative zum Kirchenfriedhof. "Mit dem Bau des Waldfriedhofes wollen wir uns weltoffen zeigen und für alle Bürger auch nach ihrem Tod da sein. Auf dem Urnenfriedhof gibt es zukünftig keine Grabstätte mit Grabstein. Das hat den Vorteil, dass es keinen Pflegeaufwand gibt. Somit wird die Beisetzungsstätte nicht zur Last der Hinterbliebenen", sagt Bürgermeister Sascha Thamm.

Momentan ist die Gemeinde noch auf der Suche nach einem Planungsbüro, welches die Gestaltung übernimmt. Allerdings stehen noch einige offene Fragen im Raum, beispielsweise ob der Friedhof von der Gemeinde selbst betrieben oder ein externer Dienstleister gesucht wird. Vorraussichtlich zwischen 2022 und 2023 soll mit dem Bau begonnen werden. Um den Friedhof zukünftig auch gut zu erreichen, soll die Zufahrt über die Leukersdorfer Straße und die Schaftreibe ausgebaut werden.

Zusätzlich sollen ein Parkplatz, eine Trauerhalle zum Abschied nehmen sowie Sanitäranlagen entstehen. Der Waldfriedhof soll auf einer Fläche von 12 Hektar entstehen. Diese wird absichtlich groß gehalten, damit sich auch Menschen aus anderen Orten dort beisetzen lassen. "Wir sehen in dem Projekt eine Aufwertung des dortigen Gebietes. Es entsteht mehr Wald, da auf jeder Urne ein Baum gepflanzt wird, was auch als weitere Abschottung zur Autobahn dienen soll", erklärt Sascha Thamm, dem die Kosten für den Bau des Friedwaldes noch nicht bekannt sind.

Die Idee für den Waldfriedhof ist aus Bürgergesprächen heraus entstanden. Im Gegensatz zu anderen Gräbern bleibt die Beisetzungsstätte auf dem Waldfriedhof bis in die Ewigkeit erhalten. Aus diesem Grund erfreuen sich Friedwälder immer größerer Beliebtheit.