Neues Fahrzeug für die Adorfer Feuerwehr

FFW Wehrleiter sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt

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Tino Hofmann, Thomas Hirsch, Sebastian Landrock und Wehrleiter Rico Bochmann (v.li.n.re.) mit dem neuen Einsatzfahrzeug. Foto: Georg Dostmann

Adorf. Zu über 200 Einsätzen rückte das derzeit einzige Löschgruppenfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Adorf bereits aus, doch im kommenden Jahr soll der Neuntonner aus dem Jahr 1998 seine letzten Einsätze bestreiten. Bereits Ende Oktober beschloss der Gemeinderat von Neukirchen einstimmig, dass die Feuerwehr ein neues Fahrzeug erhalten wird.

Qualität des Feuerwehrautos lässt zu Wünschen übrig

Der Vorsitzende des Feuerwehrfördervereins Adorf, Marco Käbe, erklärt, warum das jetzige Fahrzeug bereits nach 20 Jahren Betriebszeit ausgemustert werden soll: "Um Fördermittel zu erhalten, musste die Gemeinde damals an einer Sammelbeschaffungsmaßnahme von Sachsen teilnehmen. Die Ausschreibung gewann jedoch eine Firma, die nicht darauf ausgelegt war, Feuerwehrfahrzeuge in dieser hohen Stückzahl zu fertigen."

Das Resultat: Qualität, die zu wünschen übrig ließ, und die darauffolgende Insolvenz der ausführenden Firma. "Im Führerhaus wurde beispielsweise eine Bodenplatte aus Holz verbaut, die bereits nach kurzer Zeit aufgequollen ist. Außerdem reißt der Rahmen vom gesamten Fahrgestell und der Korrosionsschutz ist mangelhaft", berichtet der 41-Jährige. 2013 wurde das Adorfer Löschgruppenfahrzeug mit seinen 160 PS nochmals für 15.000 Euro instand gesetzt.

Ein neues Fahrzeug muss her

Doch bereits ein Jahr zuvor erfolgte die Beantragung der Fördermittel beim Landkreis für ein neues Fahrzeug. "Bis zur Zusage dieser Mittel dauert es durchschnittlich fünf Jahre", erklärt Marco Käbe. Da die nötigen Eigenmittel für 2017 und 2018 ohnehin eingeplant waren, erhielten sie schließlich auch die Fördermittelzusage. Die Gesamtkosten werden sich auf 325.000 Euro belaufen, davon sind 126.000 Euro gefördert, der Rest Eigenmittel.

Spätestens Ende September 2018 soll das neue Einsatzfahrzeug geliefert werden. Bei einem Gewicht von 15 Tonnen besitzt das Gefährt von MAN und Rosenbauer 296 PS. "Die verbaute Technik wird auf dem neuesten Stand sein: LED-Beleuchtung, leistungsfähige Pumpen und Wärmebildtechnik", sagt Rico Bochmann, der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Adorf.

Genau wie das alte Fahrzeug wird es ebenfalls Platz für eine Löschgruppe mit neun Personen bieten. Der 39-Jährige stellt fest: "Mit diesem Fahrzeug werden wir die nächsten Jahre gut aufgestellt sein."