Neues Jahr soll Glück bringen

Ski alpin Hanna Gärtner arbeitet nach Knieverletzung am Comeback

Mit dem Wechsel an die Eliteschule des Sports in Berchtesgaden waren für Hanna Gärtner große Erwartungen verbunden. Die 14-jährige Drebacherin, die zuvor die Sportschule Oberwiesenthal besuchte, wollte im Alpine-Bereich den nächsten Schritt vollziehen. Doch aufgrund einer schweren Knieverletzung muss sich die junge Erzgebirgerin vorerst noch gedulden. Statt Wettkämpfe zu absolvieren, schwitzt sie in Berchtesgaden meistens im Kraftraum. Ausgerechnet an einem Freitag, dem 13., passierte es. Es war der Hang von Seefeld in Tirol, auf dem sich Hanna im vergangenen März verletzte. Kreuzbandriss, Knorpelschaden und schwere Schäden an Innen- und Außenmeniskus - so lautete die bittere Diagnose, von der sich die Drebacherin aber nicht umwerfen ließ. Sofort nach der Operation begann sie keine zwei Wochen später mit den Reha-Maßnahmen. "Mittlerweile habe ich unzählige Physiotherapie-Einheiten hinter mir", erzählt sie. Die Verletzung änderte auch nichts daran, nach der 8. Klasse vom Fichtelberg nach Bayern zu wechseln: "Dafür ist das Ski-Alpin-Projekt in Oberwiesenthal ja ausgelegt, wenn es die Leistungen ermöglichen."

In ihrer neuen schulischen Heimat fühlt sich Hanna Gärtner wohl. "Das Internat liegt oben am Berg und bietet einen tollen Ausblick über das Berchtesgadener Land", berichtet die 14-Jährige. Noch schöner als die Landschaft findet sie jedoch ihre Trainingsgruppe: "Wir haben einen tollen Zusammenhalt." Ihre neuen Freunde helfen ihr, die schwierige Phase zu überstehen. Und diese ist noch nicht ganz vorüber. Bei ersten Versuchen, auf Schnee zu trainieren, schmerzte das Knie. Deshalb kann die Drebacherin die ersten Wettkämpfe nur aus der Ferne verfolgen. Ob sie in diesem Winter überhaupt ein Rennen im Deutschen U-16-Schülercup absolvieren kann, für den sie sich im Vorjahr qualifiziert hat, ist fraglich. Dennoch geht Hanna Gärtner optimistisch ins neue Jahr.