Neues Wohnprojekt im Thalheimer Stadtzentrum geplant

Investition Rund 2,3 Millionen Euro sollen in das Projekt fließen

Thalheim. 

Thalheim. Im Stadtzentrum von Thalheim plant der Grundstückseigentümer des ehemaligen "TPW" die Umnutzung des Gebäudes zu Wohnzwecken. Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes zwischen dem Eigentümer und der Lebenshilfe Stollberg, dem zukünftigen Betreiber, entstehen verschiedene Wohnformen.

Ehemals Nutzung durch die Lebenshilfe Stollberg

Das vor 1990 als "VEB Technisch-Physikalische Werkstätten" genutzte Produktionsgebäude in der Hauptstraße 25 wurde zuletzt als Werkstatt für behinderte Menschen von der Lebenshilfe Stollberg genutzt. Nach dem Umzug der Werkstatt in den neuen Gebäudekomplex an der Hohensteiner Straße in Stollberg soll aus dem bisherigen Industriegebäude ein Wohn- und Geschäftsgebäude entstehen.

Stadtrat berät über Fördermittel

Neben den vorhandenen gastronomischen Einrichtungen des Thalheimer Kegeltreffs sollen barrierefreie Wohngemeinschaften zur ambulanten Betreuung von Menschen mit Behinderungen sowie sechs Wohnungen für Betreutes Wohnen für ältere Menschen ohne Behinderungen entstehen. Zudem plant die Lebenshilfe im Erdgeschoss den Umbau eines Teilbereiches in eine Tagesgruppe zur Förderung und Betreuung behinderter Menschen. Zur gemeinsamen Nutzung ist im Innenhof eine großzügige begrünte Dachterrasse mit Sitzgelegenheiten geplant. Direkt unter der Dachterrasse werden die für das Gebäude notwendigen Parkplätze eingeordnet. Für den Umbau haben die Investoren Fördermittel des Freistaates Sachsen sowie für die Neugestaltung von Dach und Fassade bei der Stadt Thalheim im Rahmen des SAB-Programms "Soziale Stadt" beantragt. Über den Thalheimer Anteil in Höhe von circa 30.000 Euro berät der Stadtrat Anfang September.

Gesamtinvestition von 2,3 Millionen Euro

Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Die ersten Bewohner können dann schon Anfang 2021 einziehen. Die weiteren Teilbereiche sollen bis Ende 2021 bezugsfertig sein. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt rund 2,3 Mio. Euro. Konzeptionell ist der Umbau der übrigen Flächen des oberen Geschosses in den Folgejahren geplant.