Neujahrsempfang in Stollberg: Zukunft hält Herausforderungen bereit

Kinder sollen Lernen als Erlebnis wahrgenommen

Stollberg/Erzgeb.

Was vor uns liegt, sind Digitalisierung, künstliche Intelligenz und eine digitale Industrie, sagt Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt in seiner Rede zum Neujahrsempfang der Stadt im Bürgergarten: „Der Wechsel, den wir in den nächsten Jahren erleben, wird ähnlich krass sein, wie der Wechsel von der Agrarwirtschaft zur Industrialisierung vor 150 Jahren.

Folgen sind nicht absehbar

Die Folgen für uns sind ähnlich schlecht absehbar, wie sie es damals für den Gutsbesitzer oder den Landarbeiter waren.“ In einer Welt des übergeordneten materiellen Wohlstandes, der sozialen Medien, künstlicher Intelligenz und Spielkonsolen, müsse man die Schule des 19. Jahrhunderts anpassen. Bildung und Wissen sind unabdingbar gerade heute, wo Kinder in einer fertigen Welt aufwachsen. „Die Waffen, die wir stärken müssen, sind vor allem die Köpfe unserer Kinder. Sie müssen mit Begeisterung die neuen Technologien entwickeln. Dazu brauchen wir ausreichend Lehrer und gute Lernbedingungen“, so Schmidt: „Wir müssen unseren Kindern das Thema Technik, Physik, Biologie, Chemie, Mathematik und Sprache so näher bringen, dass Bildung ein Erlebnis wird und ihnen Beispiele geben, wie sie das Gelernte umsetzen können in Dinge, die sie mögen. Sie müssen lernen wollen.“

Ein Blick in die Zukunft

Mit Blick in die Zukunft sagt Marcel Schmidt: „Als Stadt werden wir uns damit beschäftigen, in Hoheneck das Thema Phänomenia aufzugreifen und eine Bildungseinrichtung schaffen, in der Kinder Begeisterung an Technik gewinnen und Lernen als Erlebnis wahrgenommen wird. Ziel ist, einen Treffpunkt für Kinder und Familien unserer Region zu schaffen, wo Kinder mit Freude und Spaß in ihrer Freizeit lernen wollen. Und wir werden Bildung, Sport und das Miteinander weiter unterstützen, wo es geht.“

Oberbürgermeister Schmidt spricht auch von guten Dingen

Schmidt spricht zudem von einer guten Nachricht aus wirtschaftlicher Sicht: „Die Bundeswirtschaftsministerin will kommunale Gewerbegebiete mit 90 Prozent fördern lassen. Darauf warten wir seit Jahren. Wir werden unser Gewerbegebiet unmittelbar an der Autobahn umsetzen, denn wir setzen auf Wachstum und wollen unsere Zukunft gestalten. Die Menschen vertrauen immer mehr darauf, was in ihrem Umfeld, in ihrer engeren Heimat passiert. Wir werden von den Städten und Gemeinden aus Deutschland wieder groß machen, wahrnehmbar und stolz.“

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