Neukirchener Schüler triumphiert beim Poetry Slam

Freizeit Mit den richtigen Worten sichert sich Vincent Glathe den Sieg

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Vincent Glathe aus Neukirchen hat eine ganz besondere Leidenschaft: Poetry-Slam. Foto: Georg Ulrich Dostmann

Neukirchen. Vincent Glathe hat mit seinen selbstgeschriebenen Texten erstmals bei einem Poetry Slam mitgemacht und konnte auf Anhieb überzeugen. Bei einem Wettbewerb Ende Oktober im "Neuen Konsulat" in Annaberg-Buchholz konnte er den Sieg einfahren.

Wortakrobatik in sechs bis sieben Minuten

"Ein Poetry Slam ist ein Wettstreit unter Wortakrobaten, bei dem die Teilnehmer ihre selbstgeschriebenen Texte in mehreren Durchgängen aufsagen oder vorlesen", erklärt der 16-Jährige, der der Jüngste der drei Anwärter war. Pro Durchgang bekommen die Teilnehmer sechs bis sieben Minuten Zeit, um ihr Werk vorzutragen.

Anschließend entscheiden die Zuschauer, welcher Text ihnen am besten gefallen hat und welche Präsentation am überzeugendsten war.

2016 war Vincent Glathe das erste Mal als Zuschauer bei einem Poetry Slam-Wettbewerb dabei. "Ich war von der Energie und der Leidenschaft der Teilnehmer derartig fasziniert, sodass in mir der Wunsch aufkam, selber einmal an einem solchen Wettbewerb teilzunehmen", sagt der Neukirchener.

Imagination der Zuhörer soll angesprochen werden

Er hat bisher einige Texte geschrieben, die seine Vergangenheit und seine Gedanken thematisieren. Schon früher in der Schule hat er gerne Aufsätze geschrieben. Zudem liest er in seiner Freizeit viele Bücher, unter anderem von Thomas Mann und Stephen King. "Ich finde die deutsche Sprache einzigartig, da sie Wortspielereien und Doppeldeutigkeiten erlaubt und bei den Zuhörern Bilder erzeugen kann", sagt der Schüler, der momentan an der Fortis-Akademie in Grüna sein Abitur macht.

Später hauptberuflich als Autor zu arbeiten, kommt für Vincent Glathe nicht in Frage. Er kann sich aber durchaus vorstellen, irgendwann ein eigenes Buch zu schreiben. Aktuell arbeitet er an neuen Texten, um 2018 an weiteren Poetry Slam-Wettbewerben teilzunehmen. Er sagt: "Diese Art der Kunst ist für mich eine gute Möglichkeit, um meine Gedanken zu ordnen und aufzuschreiben".