Neustart verlangt den Kitas viel ab

Kinderbetreuung Johanniter sind gut gerüstet - Aber Personalsorgen treten an den Tag

Waschleithe. 

Waschleithe. Wie in vielen Einrichtungen herrschte in dieser Woche in der Kindertagesstätte "Am Birkenwäldchen" in Waschleithe noch die Ruhe vor dem Sturm. Nur wenige Kinder kamen in den Genuss der sogenannten Notbetreuung. Am Montag wird sich das massiv ändern - mehr als 40 Mädchen und Jungen werden in den Räumen spielen und toben. "Waschleithe ist mit 44 Kindern derzeit unsere kleinste Einrichtung", sagt Andrea Weiß, bei der Johanniter Unfallhilfe Bereichsleiterin für Kinder und Jugendarbeit.

Unterschiedliche Räume und Kinderzahlen

Insgesamt gehören 21 solcher Einrichtungen im Erzgebirgskreis zu den Johannitern. "260 Kinder werden in unserer größten Einrichtung in Zschorlau betreut", sagt Weiß und macht damit ein erstes gravierendes Problem deutlich. Jede Kindertagesstätte benötigt zwingend ein eigenes Sicherheits- und Hygienekonzept, das die Vorgaben der sächsischen Landesregierung umsetzt. Räume, Personal und Kinderzahl seien unterschiedlich und damit könnte man kein einheitliches Konzept den Einrichtungen überstülpen. In Waschleithe wird es beispielsweise ab Montag nur noch zwei Gruppen geben, die jeweils von drei Erzieherinnen betreut werden. "Irgendwo muss man Abstriche machen. Uns fehlt in den Einrichtungen das Personal für kleine Gruppen", erklärt Andrea Weiß.

Schriftliche Bestätigung der Gesundheit notwendig

Neu ist dieses Problem nicht, schon vor Corona war der Mangel deutlich, jetzt aber kommt er so richtig zum Tragen. Um den Eltern entgegenzukommen und ihnen einen zeitlich-normalen Arbeitsalltag zu ermöglichen, sind die meisten Johanniter Kindertagesstätten acht Stunden geöffnet. In Waschleithe geht es 6.30 los. 15.30 Uhr muss das letzte Kind abgeholt sein. Strikt werde auch darauf geachtet, dass immer nur ein Elternteil die Einrichtung betritt und dass jeder schriftlich bestätigt, dass Kind und alle Familienmitglieder gesund sind.