Nicht-Abstiegszug rauscht durch den FCE-Gang

Aktion Erzbrigade hat in der Sommerpause den Spielerbereich verschönert

Aue. 

Aue. Zuerst war er steril und weiß. Jetzt ist er bunt und ein echtes Kunstwerk. Graffitikünstler, die zur Erzbrigade und damit zur aktiven Fanszene gehören, haben den Kabinengang des FC Erzgebirge Aue in Heinzelmännchen-Manier gestaltet. Als die Spieler im wohlverdienten Sommerurlaub waren, rückten die fleißigen Fans mit Farben und Sprühdosen an und sorgten innerhalb von drei Wochen für eine wunderbare Verwandlung des vorher kühl wirkenden Gangs.

Ausschließlich ehrenamtlich und ausschließlich nach Feierabend konnten die Künstler arbeiten. Die überwiegend gedeckten Farben erinnern an die Dunkelheit des Schachts. Damit ist nicht mehr nur der Spielertunnel, zum Stadioninnenraum ein Bekenntnis zur Wismut- und damit zur Bergbaugeschichte der Region. Entlang des Gangs gibt es verschiedene Elemente zu entdecken. Ein großartiger Blickfang ist ein überdimensionaler Schwibbogen, der das Schwarzenberger Motiv mit Klöpplerin, Schnitzerin, zwei Bergmännern, hängendem Engel und Deckenspinne zeigt.

Auch der FCE-Kapitän ist begeistert

Ein echter Hingucker ist auch der Nicht-Abstiegszug. Erstmals hatten Fans einen solchen organisiert. Am Ostersonntag fuhr er Richtung Regensburg. Feines Detail: Das bengalische Feuer, welches die Anhänger zündeten als der Zug aus dem Bahnhof rollte.

Mit dieser Idee begeisterten sie auch FCE-Kapitän Martin Männel. Er findet: "Das ist richtig cool." Interessant ist auch die Geschichte hinter der Graffiti-Gestaltung. Die Spieler selbst hatten diesen Wunsch geäußert. Routinier Christian Tiffert: "Ich hab dort etwas Gesprühtes gesehen und zu jemandem vom Verein gesagt, das wäre doch etwas für unseren Innenraum." Die Spieler freuen sich über die geniale Umsetzung, die "Macher" über positive Resonanz.