WM-Fieber im Erzgebirge: Nicht einmal Engel und Teufel können dem widerstehen

Spezielle Figuren der Kunsthandwerksfirma Hobler aus Grünhainichen könnten während der Weltmeisterschaft den Nerv der Zeit treffen

Grünhainichen

Traditionsgemäß wird erzgebirgische Volkskunst in erster Linie mit der Weihnachtszeit in Verbindung gebracht. Doch genauso gibt es natürlich Figuren, die in andere Jahreszeiten passen. Aktuell machen zum Beispiel besondere Kreationen von Dirk Hobler viel her, denn – passend zur Fußball-Weltmeisterschaft – hat er kickende Versionen seiner kleinen Protagonisten im Sortiment.

Egal, ob Engel, Teufel oder Bär: Sie alle stellen auch ihr Ballgefühl unter Beweis. Sogar seinen Osterhasen hat der Kunsthandwerk-Experte aus Grünhainichen ein weiß-schwarzes Spielgerät verpasst.

Noch mehr Ideen im Hinterkopf

Weil die Bälle der Osterhasen in Eiform gefertigt sind, dürften sie nicht leicht zu kontrollieren sein. Grazil kommen aber auch sie daher, wenn sie zum Torschuss ansetzen oder den Ball auf ihrem Fuß balancieren. „Man hat viele Ideen und verliebt sich dann in bestimmte Motive“, erklärt der Designer.

Während einige Entwürfe in der Entwicklungsphase hängen bleiben, schaffen es andere schließlich aufs Spielfeld. Ja, selbst das hat der Grünhainichener erschaffen, indem er einen kleines grünes Spielfeld für die „Kicker“ kreierte. Acht verschiedene Fußball-Figuren gibt es bis jetzt. Weitere könnten folgen.

Sondereditionen für Vereine

„Wir haben auch schon Figuren in bestimmten Sonderfarben produziert“, erklärt Hobler. In den Farben seines Lieblingsvereins entdeckte dann auch schon mal so mancher Fußball-Fans seine Sammel-Leidenschaft für Volkskunst.

Bei der Weltmeisterschaft hat Dirk Hobler bislang noch keinen echten Boom feststellen können, doch mit Beginn der WM könnte die Euphorie steigen. Sind Motive mit Fußbällen sonst eher weniger gefragt, weil vor allem Weihnachten das Hauptgeschäft darstellt, so könnte das Interesse nun zumindest vorübergehend steigen. „Auf Märkten oder bei uns im Laden merken wir es, ob sich Kunden für Fußball interessieren“, schildert Hobler seine Erfahrungen.

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