Niedrigwasserstand wird genutzt

Spektakel Am Filzteich in Schneeberg werden Karpfen abgefischt

Das Wasser im Filzteich in Schneeberg, der ältesten Talsperre Sachsens, wird abgelassen. Das Entleeren bedeutet: es fließen zirka 370.000 Kubikmeter Wasser über den Filz- und den Zschorlauer Bach in Richtung Zwickauer Mulde.

Durchgeführt wird in diesen Tagen die behördlich auferlegte Kontrolle und Inspektion am über 500 Jahre alten Grundablass, der alle drei Jahre durchgeführt werden muss. Auch wird der Damm bei dieser Gelegenheit mit überprüft. Sind die Arbeiten abgeschlossen, wird das Wasser wieder angestaut. Schließlich will man mit Beginn der neuen Badesaison im Mai kommenden Jahres wieder ausreichend frisches Wasser in der Talsperren haben, um den Badebetrieb absichern zu können. Den aktuellen Niedrigwasserstand nutzt man: heute wird am Filzteich abgefischt.

Ein Spektakel, das immer zahlreiche Besucher anzieht, denn nicht alle Tage bekommt man den Filzteich in fast leerem Zustand zu sehen. Das Abfischen sei nach der dreijährigen Wachstumsphase an der Zeit. In den Filzteich eingesetzt wurden vor drei Jahren insgesamt 500 Karpfen. "Wir würden uns freuen, wenn es die Hälfte ist, die wir aus dem Wasser holen können", erklärt Gunar Friedrich, Geschäftsführer der Stadtwerke Schneeberg. Äußere Einflüsse haben für einen gewissen Schwund gesorgt, den man nicht genau beziffern kann. "Wir hatten Hochwasser, wo einige Karpfen über den Überlauf mit in den Bach geraten sind. Hinzu kommt, dass auch die Reiher einige Fische geholt haben, als sie noch klein waren und einige haben auch die Angler abgefischt." Mit dem Abfischen beginnt man bereits frühmorgens 8:30 Uhr. Dabei bekommen die Stadtwerke Schneeberg Unterstützung vom ortsansässigen Anglerverein. Die abgefischten Karpfen werden direkt vor Ort vermarktet.