Noch kein Termin für den Probestau

Umwelt Hochwasserbecken in Neuwürschnitz ist endlich fertig

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Christian Zschammer erläuterte die technischen Details. Foto: Armin Leischel

Neuwürschnitz. Jede Maßnahme im Hochwasserschutz sei ein neues Mosaiksteinchen bei der Bewältigung einer Generationsaufgabe, betonte der Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung (LTV), Heinz Gräfe, anlässlich der Einweihung des Hochwasserrückhaltebeckens in Neuwürschnitz.

Die Bedeutung dieser Jahrhundertbaumaßnahme erläuterte im Detail Christian Zschammer als Betriebsleiter der LTV: "Das Bauwerk wurde im Tal des Beuthenbachs im Einzugsgebiet der Würschnitz errichtet und führt zu einer erheblichen Verbesserung des Hochwasserschutzes, vor allem für die unterhalb des Beckens entlang der Würschnitz liegenden Gemeinden bis hinein nach Chemnitz. Bei der Ausführung handelt es sich um ein gesteuertes Trockenbecken (grünes Becken). Der Damm entstand rund 450 Meter vor der Unterführung des Beuthenbachs unter die A72 und weist eine Höhe von etwa 12 Meter auf. Die Kronenlänge beträgt rund 535 Meter."

Artenvielfalt statt Ackerland

Die Waldflächen im Stauraum des Trockenbeckens wurden im Rahmen der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen umgebaut. Die ehemaligen Acker- und Grünlandflächen, die vor dem Bau landwirtschaftlich genutzt wurden, werden in eine Auenlandschaft mit Arten und Strukturvielfalt umgewandelt.

"Bei jedem neuen Hochwasserbecken ist ein Probestau vorgeschrieben. Er dient zur Überprüfung der Tragsicherheit des Dammes und der Funktionstüchtigkeit aller dazugehörigen Betriebseinrichtungen, um einen sicheren Betrieb im Ernstfall zu garantieren", sagte Christian Zschammer. Der Antrag für den Probestau liegt bereits bei der Landesdirektion Sachsen vor - der genaue Zeitpunkt dafür kann allerdings noch nicht terminlich festgelegt werden. Darüber entscheidet eine Kommission.