Nordische Kombination: Deutsches Team wird Olympiasieger

Olympische Winterspiele Kombinierer um Eric Frenzel sind über sich hinausgewachsen

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Kombinierer Eric Frenzel holte seine 6. olympische Medaille. SSV Geyer Vizepräsident Joachim Starke ist stolz auf Eric Frenzel.Foto: Thomas Fritzsch

Einfach grandios, die deutschen Kombinierer holten in drei Wettkämpfen ein Gold-Triple bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang. Auf der Normalschanze durch Eric Frenzel, auf der Großschanze durch Johannes Rydzek und am Donnerstag in der Mannschaft. Zudem Silber für Fabian Rießle und Bronze für Eric Frenzel auf der Großschanze.

Die Kombinierer holten die 13. deutsche Goldmedaille

Es war ein krönender Abschluss für Deutschlands Kombinierer von Bundestrainer Hermann Weinbuch. Nach Silber bei den letzten Spielen in Sotschi gewinnen die Wintersportler damit nach 30 Jahren erneut für Deutschland Gold.

Startläufer Vinzenz Geiger, Fabian Rießle, Eric Frenzel und Schlussläufer Johannes Rydzek, die nach dem Springen lediglich sechs Sekunden auf das österreichische Quartett wettzumachen hatten, stellten nach weniger als 2,5 Kilometern die Weichen für die insgesamt 13. deutsche Goldmedaille bei diesen Spielen. Der Vorsprung auf Norwegen nach insgesamt 20 Kilometern (Schmid, Andersen, Riiber, Graabak) betrug im Ziel 52,7 Sekunden, Bronze ging an Österreich (Denifl, Klapfer, Gruber, Seidel/+ 1:07,8).

Vinzenz Geiger aus Obersdorf geht in Siegerpose

Vinzenz Geiger aus Obersdorf ging als erster deutscher Starter auf die fünf Kilometer in die Loipe. Die sechs Sekunden Rückstand auf Österreichs Wilhelm Denifl hatte er bereits nach zweieinhalb Kilometern aufgeholt und die Führung übernommen. Beim Wechsel auf Fabian Rießle aus Breitnau hatte Geiger zwölf Sekunden Vorsprung auf Norwegen und Österreich herausgelaufen.

Anschließend ging Eric Frenzel vom WSC Erzgebirge mit 42 Sekunden Vorsprung auf den Rest des Feldes auf seine Runden. Den Abstand konnte er auf über eine Minute bis zu Schlussläufer Johannes Rydzek ausbauen. Auf der Zielgeraden blieb dem Obersdorfer noch genügend Zeit, sich in Siegerpose die Nationalfahne zu schnappen, die ihm gereicht wurde.