Nostalgie im Erzgebirge: Zeitreise durch Blütezeit regionaler Tanzkapellen

Christfried Siegert und Karl-Heinz Reuter planen Treffen früherer Hobbymusiker und Diskotheker

Großrückerswalde

"Musik machen" - dahinter verbirgt sich eine wunderbare Tradition, die besonders in den 50ern, 60ern und auch 70ern in der Region in und um Marienberg ihren Höhepunkt hatte. Kleine Musikkapellen schossen aus dem Boden. Wer ein Instrument beherrschte oder gern und gut sang formierte sich mit Gleichgesinnten und sorgte so bei Tanzveranstaltungen für Frohsinn, Leichtigkeit, Freiheit, Spaß und jede Menge Glückshormone. Besonders in den Siebzigern kamen dann noch Diskotheken hinzu.

Schulleiter wird zum DJ

Sein Hobby zur Musik und Technik beflügelte auch den früheren Schulleiter der Ev. Oberschule Großrückerswalde, Christfried Siegert, dazu,1978 die Diskothek "Mosaik" auf den Plan zu rufen. Er selbst fungierte als DJ, seine Frau bediente die Technik. Ihr Hauptbetätigungsfeld lag in Brigade- und Kollektivveranstaltungen sowie Disko für Kinder und Veteranen. "Ich könnte so viel erzählen, was diese ganze Thematik angeht.

Ein kleines Projekt für die Nachwelt

Um das auch der Nachwelt zu erhalten, habe ich mich an die Broschüre ‚Tanz und Kapellen in Großrückerswalde‘ gewagt. Die Resonanz war beachtlich", freut sich der sich im Ruhenstand befindliche Mathe- Physik-Lehrer. Zusammen mit Karl-Heinz-Reuter, Urgestein und Gitarrist der einstigen Marcatos (später umbenannt in Combo Vagant) möchte er ein Treffen von Musikern aus verschiedensten Kapellen sowie Diskothekern auf die Beine stellen. Über die alten Zeiten plaudern, hören wie es allen im Laufe der Zeit ergangen ist, gemeinsam in Erinnerungen schwelgen soll das Ziel dieser Zusammenkunft sein.

Einblick in die Vergangenheit

"Zu berichten gibt es sicher viel. Ich denke da bspw. an unsere Anfänge, hervorgegangen aus dem Lauterbacher Pionierblasorchester, Proben und Auftritte. Einmal waren wir mit dem Orchester zu einer Jugendfreizeit. Da stellten wir fest, dass die Mädchen mehr auf Jungs mit Gitarre standen. Mit unseren Blasinstrumenten konnten wir da nicht mithalten. Also mussten Gitarren her. Außerdem waren wir auch sehr ehrgeizig, sie zu erlernen", lachte Karl-Heinz Reuter. Diese und noch viel mehr Geschichten verlangen ausgetauscht und festgehalten zu werden.

Kontaktdaten

Um gut planen zu können, hoffen Christfried unter 03735/64293 und Karl-Heinz unter 03735/63259 auf viele Anrufe und Zusagen hinsichtlich eines Treffens, das schon bald stattfinden soll.

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