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Notbremsung: Jugendlicher schießt Selfie vor der Bahn

Polizei Vorfall bei der Erzgebirgsbahn Chemnitz-Aue

Zwönitz. 

Zwönitz. Am Dienstagabend gegen 18 Uhr musste eine Fahrzeugführerin der Erzgebirgsbahn auf der Strecke von Chemnitz nach Aue, in Zwönitz eine Gefahrenbremsung bis zum Stillstand einleiten. Ein Jugendlicher hatte sich an einem Bahnübergang für Fußgänger aufgehalten, um offenbar Selfies vor dem anfahrenden Zug zu schießen.

Trotz Dauersignal der Triebfahrzeugführerin verließ der Jugendliche das Gleisbett nicht. Kurz vor dem Zusammenstoß der Bahn flüchtete er von den Gleisen.

Der Jugendliche und die sich im Zug befindenden Personen blieben glücklicherweise unverletzt. Wegen der Notbremsung musste die Bahnstrecke Chemnitz-Aue für eine Stunde gesperrt werden, so die Bundespolizei Chemnitz.

Eine Streife der Bundespolizei hatte sich sofort auf den Weg zum Ereignisort gemacht. Der Beschuldigte war bei Eintreffen der Streife nicht mehr vor Ort. Es konnten jedoch Zeugen festgestellt werden, welche den Sachverhalt bestätigten. Demnach soll es sich um eine Mutprobe gehandelt haben. Der Beschuldigte, ein 15-jähriger Jugendlicher, konnte ermittelt werden.

Sicherheitshinweis der Bundespolizei

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich vor dem Aufenthalt in den Gleisen. Züge nähern sich fast lautlos und würden je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Für eine Strecke von 100 Meter benötigen sie nur zwei Sekunden und haben einen langen Bremsweg. Auch die 15.000 Volt Stromstärke in Bahn-Oberleitungen sind lebensgefährlich. Nicht nur das Berühren der Oberleitung mit dem Körper oder mit Gegenständen aller Art, sondern schon die bloße Annäherung kann tödlich enden.



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