Nullnummer gegen Schlusslicht

Fußball FCE verpasst Befreiungsschlag gegen geschwächten Gegner

Aue. 

Aue. Mit einer Nullnummer hat sich der FC Erzgebirge Aue gegen Schlusslicht MSV Duisburg begnügen müssen. Die 8100 Zuschauer im Erzgebirgsstadion erlebten ein eher müdes Fußballspiel, was nur in der Schlussphase den Blutdruck steigen ließ. Grund für Veränderungen gab es nach dem 2:1-Sieg der Veilchen am Millerntor beim FC St. Pauli nicht. Lediglich der Gelb-Gesperrte Malcolm Cacutalua musste ersetzt werden. Für ihn rückte Fabian Kalig in die Startelf.

Zu wenig nach vorne gespielt

Während Aue nach dem Dreier in Hamburg mit breiter Brust auflaufen konnte, hatte der MSV Duisburg bei Union Berlin in der vergangenen Woche einen weiteren Nackenschlag im Kampf um den Klassenerhalt bekommen. Für den FC Erzgebirge Aue war das eine denkbar schlechte Ausgangssituation. In den Spielen gegen vermeintlich geschwächte Mannschaften, wie gegen Magdeburg und Ingolstadt, sahen die Veilchen schlecht aus.

Ein ähnliches Bild gab es auch am Sonntagnachmittag: Der FC Erzgebirge Aue zeigte in der ersten Halbzeit gegen das Tabellenschlusslicht nur wenige kreative Ideen. Wirklich druckvoll spielten die Schützlinge von Cheftrainer Daniel Meyer nur selten nach vorn. In der 12. Minute gab es die erste kleine Möglichkeit für die Hausherren: Emmanuel Iyoha bracht den Ball in den Fünf-Meter-Raum. Dort nahm ihn Jan Hochscheidt mit dem Kopf. Er brachte ihn aber nicht im Tor unter, der Ball flog über die Latte. In der 18. Minute gab es die Antwort der Duisburger: Männel hatte einen Ball von Stoppelkamp fallen lassen. Doch den zweiten Versuch hatte Männel sicher. Havard Nielsen trat im Fallen gegen das Leder. "Wir haben zu wenig klare Abschlüsse kreiert", so FCE-Cheftrainer Daniel Meyer: "Wir haben zu viel Aufwand betrieben für zu wenige klare Torchancen."

Aue agiert zaghaft in der 2.Halbzeit

Nach der Pause ähnliches Bild. Aue agierte wenig mutig nach vorn. Vor allem Jan Hochscheidt ist vorm Duisburger Tor immer für eine Überraschung gut.

In der 86. Minute hätten die erst eingewechselten Florian Krüger und Dimitrij Nazarov zu den Jokerhelden werden können. Krüger bediente Nazarov vorbildlich, doch er schoss den Ball überhastet gen Himmel. Wenige Sekunden später musste Schiedrichter Deniz Aytekin die rote Karte gegen Lukas Fröde zücken. Der Duisburger fuhr mit vollem Tempo Jan Hochscheidt in die Beine. Der Schiedsrichter fackelte nicht lang und schickte Fröde, der diese Entscheidung gar nicht verstehen konnte, in die Kabine.

Anschließend wurde die Partie rasant: In der Nachspielzeit hatten die Zebras die Chance zum Spielentscheidenden Treffer und Aue konnte glücklich sein, zumindest das torlose Unentschieden zu retten.