Nun klafft eine Lücke in der Kunstlandschaft

NACHRUF Lugauer Maler und Grafiker Klaus Hirsch verstirbt bei tragischem Verkehrsunfall

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Klaus Hirsch in seinem Lugauer Atelier.

Lugau. Die Nachricht vom Tod des Lugauer Malers und Grafikers Klaus Hirsch, der am 11. März nach einem tragischen Verkehrsunfall für immer die Augen schloss und nie mehr in sein geliebtes Atelier zurückkehren wird, brachte Fassungslosigkeit für alle Weggefährten, die ihn kannten und mit ihnen zusammen gearbeitet haben, zum Ausdruck. Klaus Hirsch hinterlässt eine schmerzliche Lücke in der Kunstlandschaft.

Gratwanderung zwischen Schönheit und Bedrohung

Am 19. Januar 1941 in Stollberg geboren, war er seit 1966 in Magdeburg, Plauen und Lugau als Maler, Grafiker und Diplom-Designer tätig. Seit 2001 gehörte er als stellvertretender Vorsitzender dem Sächsischen Künstlerbund an.

Wer die Ausstellungen von Klaus Hirsch besuchte, dem umgab vor allem in den letzten Jahren ein Hauch von Unbarmherzigkeit und düsterer Linienführung. Seine Gratwanderung zwischen Naturschönheit und Umweltbedrohung zeigen den Kontrast zu seiner Lebensphilosophie: "Ich mache keine Kunst für das Wohnzimmer, wenn gleich ich angewandte Arbeiten anbiete. Mit denen ich mein Brot verdiene", sagte er einmal zu einer früheren Vernissage in Aue. Ansonsten juckte es ihm in den Fingern, um mit seiner Kreativität und seiner eigenen Sprache etwas auszudrücken. Und je älter er würde, um so eher beflügelte ihm das Gefühl, nie ganz fertig zu werden.

Klaus Hirsch erfährt eine würdige Ehrung

Sein großes Vorbild war Heinz Tetzner, der oft die Laudatio zu seinen Ausstellungen hielt. Kunst braucht eine Heimstätte, daran hielt er immer fest. Und jetzt ist die Zeit gekommen, dass er in seiner Heimatstadt eine würdige Ehrung erfährt.