O´zapft is! heißt es wieder in Aue

Angebot Niederwürschnitzer eröffnen zweite "Frischmilchzapfe" im Erzgebirge

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Christopher Grimm demonstriert die Funktionsweise der neuen Frischmilchzapfe im Simmel-Center Aue. Foto: Georg Dostmann

Aue. Im Eingangsbereich des Auer Simmel-Centers steht eine Anlage, an der Kunden frische Milch erhalten. Sie ist die zweite im Erzgebirge. Die Anlage wird von der Familie Grimm aus Niederwürschnitz betrieben, die einen landwirtschaftlichen Betrieb führt. "Wir füllen die Anlage jeden Morgen vor Ladenöffnung mit frischer Kuhmilch", sagt Familienmitglied Christopher Grimm. Da die Milch vorher pasteurisiert wurde, ist sie etwa eine Woche haltbar. Ein Liter kostet 1,30 Euro. Für alle Kunden, die die frische Milch in Flaschen kaufen möchten, steht zudem ein Flaschenautomat zur Verfügung. Pro Flasche wird zusätzlich ein Euro fällig.

Die erste "Milchzapfe" der Familie ging bereits im Sommer 2016 in Niederwürschnitz in Betrieb. Zu Weihnachten entschloss sich die Familie, eine weitere Anlage aufzustellen. "Da wir mit reiner Landwirtschaft kaum noch Geld verdienen, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen", berichtet der 29-Jährige.

Besonderes Angebot für alle Kunden

Er schrieb eine E-Mail an Geschäftsführer Peter Simmel und erkundigte sich nach dem Interesse an einer "Frischmilchzapfe". Schon am nächsten Morgen erhielt er um 5 Uhr die Zusage mit der Empfehlung, die Anlage im Auer Simmel-Center aufzustellen. Thomas Mittelstedt, der Leiter des Simmel-Markts in Aue, befürwortet die Neuerung, auch wenn der Markt dadurch weniger Milch verkaufen wird. "Wir haben damit die Möglichkeit, unseren Kunden etwas besonderes zu bieten", berichtet er.

Kunden entscheiden über die Zukunft der "Frischmilchzapfe"

Außerdem können sie dadurch die heimische Milchwirtschaft unterstützen. Er hat sich direkt nach der Eröffnung selber frische Milch besorgt. Auch die Frischmilchzapfe in Niederwürschnitz hat er sich im Frühjahr schon angeschaut. Er sagt: "Die Kunden werden über Erfolg oder Misserfolg entscheiden".

Anette Markert findet es grundsätzlich gut, dass frische Milch angeboten wird. "Ich werde die Milch kosten und dann entscheiden, ob ich sie weiter kaufen werde", sagt die Schneebergerin.