Oberbürgermeisterin sieht Ruf gefährdet

Demos Heidrun Hiemer sorgt sich um ihre Stadt

Vier Demonstrationen und Kundgebungen hat es am vergangenen Wochenende in Schwarzenberg gegeben. So hatten die Antifa Erzgebirge, das Bündnis Freigeist und das Bündnis für Toleranz und Frieden am Samstag und der Markersbacher Leif Hansen am Sonntag in die Perle des Erzgebirges eingeladen.

Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer weiß natürlich, dass die Versammlungsfreiheit ein Grundrecht ist. Trotzdem sorgt sie sich, um den Ruf ihrer Stadt: "Wenn sich, beispielsweise rechte Gruppierungen, hier ein Podium schaffen, weil Schwarzenberg eine schöne Kulisse bietet, dann sehe ich den Ruf unserer Stadt gefährdet. Wir erlangen aus meiner Sicht eine falsche Berühmtheit." Heidrun Hiemer denkt schon ein bisschen weiter: "Ich hoffe, dass es keine Auswirkungen, beispielsweise auf die Besucherzahlen unseres Weihnachtsmarktes, haben wird." Den Vorwurf eine Einladung von Leif Hansen nicht angenommen zu haben, den will die Stadtchefin nicht auf sich sitzen lassen: "Er hat mich nicht persönlich, sondern immer nur über die Presse, eingeladen. Jeder Verein, der mich gern sehen will, ruft hier an und vereinbart einen Termin." Ein ausführliches Interview mit Heidrun Hiemer lesen sie auf Seite 3.