Oberligist Marienberg kann nur noch ein Fußball-Wunder helfen

Fußball FSV Motor fehlen nach 0:1-Niederlage in Freital sechs Punkte zum rettenden Ufer

Marienberg. 

Marienberg. Fans des FSV Motor Marienberg, die nach dem 2:1-Überraschungserfolg gegen den Bischofswerdaer FV (2.) auf eine Aufholjagd des Tabellenvorletzten gehofft hatten, sind am Wochenende eines Besseren belehrt worden. Beim SC Freital kassierte der Aufsteiger seine 18. Niederlage im 27. Saisonspiel. Drei Spieltage vor Schluss beträgt der Abstand zum rettenden Ufer sechs Punkte, dazu kommt noch das mit Abstand schlechteste Torverhältnis der gesamten Liga. "Drei Spiele, drei Siege - anders geht es nicht", sagt Motor-Trainer Ronny Rother mit Blick auf den Klassenerhalt, der mittlerweile fast einem Wunder gleich käme.

 

Eigener Eckball leitet entscheidendes Gegentor ein

 

Dabei waren die Erzgebirger mit breiter Brust Richtung Dresden aufgebrochen. Vom Selbstvertrauen der Vorwoche war auf dem Rasen dann aber wenig zu spüren. "Wir standen viel zu weit weg von den Gegenspielern und sin schlecht in die Zweikämpfe gekommen", berichtet Rother. Große Torgefahr strahlten die Gastgeber dennoch nicht aus - bis zur 31. Minute, als eigentlich die Marienberger am Drücker waren. Schließlich gab es Eckball für sie. Doch der landete beim Gegner - und William Wessely schloss den blitzschnellen Konter erfolgreich ab, indem er den Ball an Gäste-Keeper Sandro Breitfeld vorbei ins Netz schob.

 

Steigerung bleibt unbelohnt

 

Waren die Erzgebirger vor der Pause noch ohne echte nennenswerte Offensivaktion geblieben, so hielten sie nach dem Wiederanpfiff besser mit. Einwechslungen und Umstellungen führten dazu, dass Marienberg in der gegnerischen Hälfte nun länger in Ballbesitz war. Wirklich Kapital konnte der Außenseiter daraus allerdings nicht schlagen, sieht man von einem Freistoß von André Luge und mehreren Eckbällen ab. Die beste Chance der zweiten Halbzeit hatte stattdessen der SC Freital, der bei einem Konter das 2:0 leichtfertig vergab. Rächen sollte sich dies aber nicht, sodass die Marienberger im Saisonendspurt nun mächtig unter Druck stehen. Nächster Gegner ist der VfB Germania Halberstadt (3.), der kommenden Samstag ab 14 Uhr zu Gast ist im Lautengrundstadion.

 

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