Oelsnitz bei Chemnitzer Modell dabei

Verbindung VMS plant Strecken-Neubau

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Bernd Birkigt (li.) und Marcel Schmidt (Mitte) lassen sich von Mathias Korda den Verlauf erklären. Foto: Ralf Wendland

Der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) baut das Chemnitzer Modell weiter aus. Die Stufe 5 beinhaltet den Ausbau von Stollberg nach Oelsnitz. Nach einer Prüfung der Möglichkeiten, hat man sich auf eine Vorzugsvariante geeinigt. Angedacht sind der Neubau eines eingleisigen Eisenbahngleises sowie die Elektrifizierung bis Oelsnitz. Die Arbeiten sollen 2018 beginnen. Ist die Strecke einmal fertig, könnten Fahrgäste schon bald im Halbstundentakt mit der Straßenbahn von Chemnitz bis nach Oelsnitz fahren und das ohne, umsteigen zu müssen. Die Kosten für dieses Projekt beziffert Mathias Korda, Geschäftsbereichsleiter Verkehr/Infrastruktur beim VMS, mit rund 43 Millionen Euro. In beiden Städten ist man froh über die Entscheidung. Bernd Birkigt, Bürgermeister von Oelsnitz spricht von dauerhaft gesichertem Nahverkehr: "Das Wesentliche ist die Halbstundentaktung und die direkte Anbindung nach Chemnitz." Perspektivisch verspricht sich Birkigt eine deutlich höhere Nutzung des Nahverkehrs. Man komme besser von A nach B sowohl im beruflichen Alltag als auch in der Freizeit. "Für uns bedeutet es, dass wir im Stadtgebiet eine viel größere Erreichbarkeit schaffen, insofern, dass Leute mit zehn Minuten Fußweg von der Wohnungstür bis zur Bahnhaltestelle kommen. Das ist eine tolle Erschließung", ergänzt Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt, der zudem die Verbindung mit dem Car-Sharing-Projekt in der Stadt sieht, was sich gut kombinieren lasse.