Oelsnitz investiert in Stadthalle und Kultur

Zukunft Neuausrichtung in der Stadthalle Oelsnitz

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Die Stadthalle in Oelsnitz soll neu ausgerichtet werden. Foto: R. Wendland

Oelsnitz. Die Stadthalle in Oelsnitz soll eine Neuausrichtung erfahren. Bürgermeister Bernd Birkigt sagt: "Die Stadthalle hat ein großes Problem. Es ist keine Stadthalle, sondern ein Kulturhaus." Gebaut sei das Gebäude im Duktus der 1950er Jahre und dafür sei es ein phänomenales Bauwerk, sagt Birkigt, der klar sagt: "Das Erbe haben wir und wollen es auch pflegen."

Dazu gehört die erfolgte umfangreiche Sanierung aus investiver Sicht. Dennoch stehen noch viele Aufgaben an, was Veranstaltungstechnik und Nebenräume betrifft. Das wolle man auch in Angriff nehmen, aber erst dann, so Birkigt, wenn man klar definiert hat, welche kulturellen Ziele man künftig verfolgen will. Ein Kulturhaus, so Birkigt, definiere sich als ein Haus, wo sich Kulturschaffende treffen, um gemeinsam Kultur zu erarbeiten und auch bezahlt Kultur vorzutragen und das Haus damit zu beleben. Eine Stadthalle sei dagegen auf Bezahlveranstaltungen ausrichtet. Das Gebäude, das die Oelsnitzer stehen haben, sei dafür nicht konstruiert. Das ist eine Herausforderung mit der wir leben, so der Bürgermeister.

Durch die räumliche Nähe entsteht ein direkter Wettbewerb

Ein Problem sei auch das Überangebot an Kultur in der Region. Die Dichte der Häuser sei enorm. Man stehe im Grunde im direkten Wettbewerb mit den Stadthallen in Chemnitz und Zwickau. Man müsse spezielle Formate finden, die in Oelsnitz funktionieren. Nostalgie sei nicht immer das Non plus Ultra. Aktuell ist man dabei, eine Kulturstrategie zu entwickeln. Das gehe allerdings nicht von heute auf morgen.

Aktuell zahlt die Stadt Oelsnitz reichlich eine halbe Millionen Euro für Kultur. Man liege bei mehr als 50 Euro pro Einwohner und stehe damit auf Augenhöhe einer Großstadt, sagt Birkigt. Eingeschlossen sind dort Zuschüsse an die Stadthalle, aber genauso auch Feste in der Stadt.