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Oelsnitz: Paketdieb dank GPS-Tracker gefasst

Polizei Firmenbesitzer versuchte Täter auf der Flucht zu ergreifen

Oelsnitz. 

Oelsnitz. Vergangene Nacht sind unbekannte Täter in ein Versandhaus eines Paketzustellers in Oelsnitz, auf der Gabelsberger Straße eingebrochen. Vermutlich gelangten die Täter über ein Dachfenster in das Gebäude.

Verfolgungsjagt durch Firmenbesitzer

Hier rissen Sie verpackte Pakete von Kunden auf und flüchteten anschließend mit einem Firmentransporter. Der Firmenbesitzer bemerkte den Diebstahl dank eines GPS Senders und nahm die Verfolgung des Transporters auf. In Lichtenstein konnte er den Transporter stellen, worauf der Täter die Flucht per Fuß fortsetzte und entkommen konnte.

Am Vormittag sicherte die Spurensicherung der Polizei die Beweise am Tatort. Zur Unterstützung kamen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Oelsnitz mit einer Drehleiter, da unteranderem auch Spuren auf dem Dach des Gebäudes gesichert werden mussten. Zum Sachschaden liegen noch keine Angaben vor. Laut dem Firmenbesitzer war dies nicht der erste Einbruch bei dem Paketzusteller.

Update: Dieb gefasst

Zunächst unbekannte Täterschaft gelangte offenbar in der Nacht von Samstag auf Sonntag über ein Oberlicht des Daches in eine Firma in der Gabelsbergerstraße. Auf der Suche nach Brauchbarem wurden anschließend rund 90 Versandpakete geöffnet, mindestens ein aufgefundener Laptop sowie einige verschlossene Pakete nach derzeitigem Kenntnisstand entwendet. Der oder die Täter transportierten das Diebesgut anschließend mit einem auf dem Firmengrundstück vorgefundenen Pkw Ford ab.

Ein Mitarbeiter stellte am Sonntag, gegen 6.45 Uhr, den Einbruch sowie den Diebstahl des Firmenwagens fest und informierte die Polizei. Zugleich teilte er mit, dass der gestohlene Ford über einen GPS-Tracker zu lokalisieren sei und übermittelte die Routendaten sowie den Standort des Autos. In der Hugo-Colditz-Straße in Lichtenstein (Landkreis Zwickau) konnten Polizisten der Polizeidirektion Zwickau den Ford wenig später ausmachen, dessen Fahrer beim Erblicken der Beamten allerdings aus dem fahrenden Pkw sprang und weglief. Führerlos stieß der Ford gegen eine Hauswand. Gegen 08.20 Uhr gelang es schließlich, den Flüchtigen (34) im Lichtensteiner Stadtgebiet vorläufig festzunehmen. Er stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

Verdacht erhärtere sich nach Auswertung der Routendaten

Nach der Auswertung der Routendaten ergab sich der Verdacht, dass der 34-Jährige Diebesgut aus der Firma in einem Haus in Hohndorf deponiert hatte. Einsatzkräfte fuhren daraufhin nach Hohndorf, trafen dort auf zwei Bewohner (31, 33) und fanden auch ein Paket, welches offensichtlich aus dem Firmeneinbruch stammte. Die zuständige Staatsanwaltschaft ordnete am Sonntagabend die Durchsuchung der Wohnräume an. Dabei fanden die Polizisten einen Fahrzeugschlüssel, der möglicherweise auch aus dem besagten Einbruch stammte, vier Cannabispflanzen sowie einen verbotenen Schlagring, ein verbotenes Butterflymesser sowie teils scharfe Gewehrmunition. Die aufgefundenen Pflanzen und Gegenstände wurden sichergestellt. Gegen die beiden Männer wurden entsprechend der Feststellungen diverse Anzeigen, u.a. wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, gefertigt.

In der Nacht zum heutigen Montag wurde letztlich die Festnahme des 34-jährigen Tatverdächtigen auf Weisung der Staatsanwaltschaft aufgehoben, da keine weiteren Haftgründe vorlagen. Die Ermittlungen dauern indes an. Vorrangig werden der Verbleib möglichen weiteren Diebesgutes und eine Tatbeteiligung des 31-Jährigen sowie des
33-Jährigen an dem Firmeneinbruch zu klären sein. Schadensangaben stehen überdies noch aus.



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