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Oelsnitz: Street-Art-Projekt bringt Leben in die Stadt

Projekt Concordia-Siedlung entsteht quasi neu

Oelsnitz. 

Oelsnitz. Regionale Künstler haben die Fassade eines ehemaligen Bergarbeitergebäudes in Oelsnitz innerhalb von nur vier Wochen in ein Kunstwerk verwandelt. Inhaltlich verarbeitet hat man die Umbrüche der Siedlung bis in die heutige Zeit. Das Ganze ist ein Street-Art-Projekt "Die ehemalige Bergarbeitersiedlung 'De Cord' im Wandel".

Man hat die Concordia-Siedlung, welche zuletzt in den 1980er Jahren etwas saniert worden ist, aus dem Dornröschenschlaf erweckt, wie es Jens Hojenski, Geschäftsführer der WGO Wohnungsbaugesellschaft mbH Oelsnitz formuliert. Der Startschuss sei aufgrund der Corona-Situation leider nur im kleinen Rahmen möglich.

Nächstes Jahr geht´s los

Die Concordia-Siedlung entsteht quasi neu. Es hat einen Architekten-Wettbewerb gegeben, der zum Inhalt hatte, wie das Gebiet zukünftig aussehen kann. "Mit dem Wettbewerbssieger werden wir jetzt einen stufenweisen Sanierungsplan aufstellen für das gesamte Gebiet und dann soll es im kommenden Jahr, spätestens 2022 losgehen", erklärt Hojenski.

Die Wohnungsbaugesellschaft ist in dem Gebiet mit sechs Mehrfamilienhäusern am Start. Eigentlich stand das Gebiet kurz vor dem Abriss. "Doch die Gebäudesubstanz ist noch sehr gut und eigentlich zu schade zum Abreißen. Daraus ist die Idee mit dem Neustart entstanden", so Hojenski.

Künstlerische Fassade erst der Auftakt

Die Concordia-Siedlung liegt aus heutiger Sicht etwas fern vom Stadtzentrum, sagt Bürgermeister Bernd Birkigt: "Wir haben zusammen mit der Wohnungsbaugesellschaft überlegt und sind zu dem Schluss gekommen, dass es für die Sanierung eines Gesamtkonzeptes bedarf."

Die künstlerische Gestaltung, die Benjamin Knoblauch aus Niederwürschnitz Garlix-Art sowie Martin Tretner aus Oelsnitz, Markus Esche aus Glauchau und Guido Günther aus Chemnitz, alle Rebel-Art umgesetzt haben, ist der Auftakt.