Oelsnitzer haben sich noch einmal umgeschaut

LetzteSchicht Bergbaumuseum Oelsnitz bleibt wegen Umbau jetzt geschlossen

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Reiner Wünsch aus Oelsnitz hat sich zur letzten Schicht in Bergmanns-Kleidung gezeigt. Foto: Ralf Wendland

Oelsnitz. Im Bergbaumuseum in Oelsnitz ist vorerst die letzte Schicht gefahren. Was jetzt im Fokus steht, ist die Sanierung für die aktuell 18,25 Millionen Euro zu Buche stehen bei einer 75-prozentigen Förderung. Zum Abschluss hat es eine Lasershow mit Feuerwerk gegeben.

Veranstaltungen im Jahr 2019

Im ehemaligen Steinkohlenwerk "Karl Liebknecht" am Kaiserin-Augusta-Schacht ist Reiner Wünsch selbst nie eingefahren, jedoch sein Vater. Es selbst hat auch zwölf Jahre im Steinkohlenbergbau gearbeitet. Die letzte Schicht im Bergbaumuseum hat er sich nicht entgehen lassen: "Es ist jetzt ein Abschied, bevor das Museum wieder neu eröffnet. Ich musste einfach noch einmal vorbeischauen." Die Lampe, die der 62-jährige aus Oelsnitz in Händen hält ist, wie er erzählt, ein Geschenk eines alten Bergmannes: "Das war meine erste Grubenlampe und dann ging die Sammel-Leidenschaft los. Die Lampe ist von 1945."

Auch wenn das Bergmuseum geschlossen hat, ist man veranstaltungstechnisch in diesem Jahr nicht ganz untätig. Museumsleiter Jan Färber sagt: "An ausgewählten Terminen wird es verschiedene Angebote geben." Färber meint damit etwas die Bergmannsstammtische. Zudem hat man das mobile Museum mit vier verschiedenen museumspädagogischen Angeboten, mit denen man an Schulen gehen und die Geschichte des sächsischen Steinkohlenbergbaus vermitteln kann. Die Sanierungstätigkeit im Bergbaumuseum gliedert sich in zwei Bauabschnitte. Mit demersten will man bis Landesausstellung 2020 soweit fertig sein. Die Landesausstellung an sich wird vorbereitet genauso, wie die neue Dauerausstellung im Bergbaumuseum.