Oelsnitzer startet Petition gegen Ärztemangel

engagement Kontakt zu Bundesärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung Sachsen

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Stadtrat Mathias Brunner greift das Thema Ärztemangel auf. Foto: R. Wendland

Oelsnitz. Ärztemangel ist gerade im ländlichen Raum ein großes Thema. Immer mehr Hausarzt-Praxen schließen hauptsächlich aus Altersgründen. Nachfolger sind meist nicht in Sicht. Der Oelsnitzer Stadtrat Mathias Brunner (Die Linke) sieht das Problem auch in Oelsnitz: "Seit Sommer 2017 spitzt sich die Lage bei der hausärztlichen Versorgung zu."

Erst 2020 sei mit einer Entlastung zu rechnen. Brunner ist aktiv geworden, hat die Bundesärztekammer angeschrieben mit der Antwort, er solle sich an die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen wenden. Seitens der Bundesärztekammer bestehe leider keine konkrete Handlungsmöglichkeit zur Verbesserung der Versorgungssituation im Erzgebirge, wenngleich man die Befürchtungen gut nachvollziehen könne.

Über 400 Unterschriften für die Bildung einer Kommission

Brunner hat sich ans Ministerium gewendet und hat zudem eine Petition zur Sicherstellung der Versorgung mit Hausärzten in Oelsnitz an den Sächsischen Landtag gerichtet. Weit über 400 Unterschriften sind zusammengekommen. In der Petition sind klare Vorschläge formuliert: die Bildung einer Kommission der Verantwortungsträger, bestehend aus Kassenärztlicher Vereinigung Sachsen, Sächsischer Landesärztekammer, Krankenkassen und Landesregierung, die Erarbeitung konkreter terminisierter Maßnahmepläne und die Werbung von Absolventen an den Universitäten.