Olbernhau präsentiert "Der goldene Taler"

Theater "Der goldene Taler" nach Hans Fallada neu interpretiert

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Szene mit Christian Keilig (li.) und Gunnar Rug. Im Olbernhauer Theater Variabel hatte am Sonntag das Märchen "Der goldene Taler" Premiere. Foto: Dirk Trautmann

Olbernhau. Im Theater Variabel hat am Sonntag ein Stück Premiere gefeiert, das vor ein paar Jahren schon einmal auf dem Spielplan stand. Das Märchen "Der goldene Taler" sorgte in der Umsetzung von Gunnar Rug und Christian Keilig für viel Applaus der 50 Premierengäste.

Geschrieben wurde das Märchen "Die Geschichte vom goldenen Taler" von Hans Fallada, erschienen ist es erstmals 1938 als Teil der "Geschichten aus der Murkelei". Diese fantasievolle Geschichte hat nun das Theater Variabel weiter bearbeitet und in einer stimmungsvollen Inszenierung dargeboten.

Mensch trifft auf Puppe

Die eigene Interpretation, das Ineinandergreifen von Spielszenen mit realen Figuren und Puppen, funktioniert perfekt. Was genau so an den liebevoll gestalteten Puppen liegt, dass aus einem Steckenpferd ganz selbstverständlich der Schimmel "Unverzagt" wird, der zwei gestandene Schauspieler tragen kann.

Doch diese Beiden, Christian Keilig sind nicht einfach "nur" Schauspieler, sie schlüpfen so gekonnt in ihre Rollen, dass das Publikum auch einem bärtigen Gunnar Rug sofort gern abnimmt, das Mädchen "Anna Barbara" zu sein.

Das Mädchen verliert erst die geliebte Großmutter und trifft dann auf den seltsamen Hans Geiz. Für ihn muss sie drei Jahre lang schuften, ein Stück Brot, das sie aber nie aufessen darf, ist ihr einziger Lohn. Und natürlich die Aussicht auf den "Goldenen Taler", durch den sie aller Sorgen ledig werden kann. Auch in der Inszenierung im Theater Variabel ist das Märchen ein Stück über Hingabe, Tapferkeit und Ausdauer, für Groß und Klein, das sich sehr gut für Schulklassen eignet.