Olbernhauer hat Faible für die Heimat

Vorgestellt Hans Lichtenberger will Krippe mit weiteren Figuren aufpeppen

Er ist ein Drechsler und Schnitzer der besonderen Art, denn mit dem was er tut, setzt er auf Brauchtum und Traditionen: Hans Lichtenberger, Drechslermeister und seit 1995 Vorsitzender des Erzgebirgszweigvereines (EZV) Olbernhau. Heimatverbundenheit ist für den Oberneuschönberger eine Herzensangelegenheit. In der kleinen Werkstatt des 64-Jährigen ist es urgemütlich. Oben auf dem Berg, schauen ihm nur der Mond und ab und zu die Katze auf dem Fensterbrett auf die Finger. Für seinen Heimatort hat der Meister ein besonders Fable. Wer in der kommenden Adventszeit die Oberneuschönberger Kirche besucht, den wird eine ganz spezielle Krippe begeistern. Etwa 28 Teile, wie die heilige Familie, Hirten, Schafe und vieles mehr, sind unter den geschickten Händen von Hans Lichtenberger entstanden. Von 1993 bis 2010 schnitzte er jedes Jahr eine Figur und spendete sie der Kirche. Dazu erinnert er sich: "Als Pfarrer Klotz damals auf meinem Heuboden die Heilige Familie sah, war er sofort begeistert und wünschte sich so etwas für seine Kirche. Den Wunsch erfüllte ich ihm und dann kam alljährlich eine neue gespendete Figur hinzu." Die letzten beiden Figuren stellen die Enkelkinder des Olbernhauers dar. Und da es zwei neue Enkel gibt, plant er seine Serie mit zwei weiteren Stücken fortzusetzen und die Krippe damit weiter aufzupeppen. Ganz gleich, ob Schwibbogen, Pyramide oder die vielfältigsten Figuren, alles was unter den geschickten Händen des Drechslers entsteht, hat seinen eigenen Stil und ist der Tradition verbunden. So ist das auch im EZV. Mit seinen 55 Mitgliedern stellt der Vorsitzende das ganze Jahr über etwas auf die Beine. Zukünftig will der Verein die Kinder-und Jugendarbeit verstärken. Denn für Hans Lichtenberger steht fest: "Man muss die Kinder für etwas begeistern, dann machen sie auch mit. Was man Kindern in die Seele legt, wird nie vergessen."