Olympia: Eric Frenzel trägt deutsche Fahne bei Eröffnungsfeier

Winterspiele Nordisch-Kombinierter wird die Mannschaft anführen

Eric Frenzel und seine beiden Heimtrainer Jens Einsiedel (li) und Frank Erlbeck (re.) beim Olympiaempfang in Oberwiesenthal. Foto: Thomas Fritzsch

Geyer/Oberwiesenthal. Wenn am Freitag 11.50 Uhr MEZ die XXIII Olympischen Winterspiele in Pyeongchang eröffnet werden, wird erstmals einem Erzgebirgischen Wintersportler eine außerordentliche Ehre zuteil. Der Kombinierer Eric Frenzel aus der Bergstadt Geyer vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal wurde als anführender Fahnenträger der deutschen Olympia-Mannschaft bei der Eröffnungszeremonie in Südkorea auserwählt.

Riesige Freude als die Nachricht kam

Heimtrainer Frank Erlbeck, ist unglaublich stolz: "Es ist eine außerordentliche Wertschätzung für unseren Sport. Es war im Vorfeld nicht abzusehen, schon in die Vorauswahl aus fünf Kandidaten zu kommen. Ich denke, dass sehr viele ihre Stimme bei der Abstimmung des DOSB zugunsten Erics abgegeben haben. Eine tolle Geschichte, dass sich Eric durchgesetzt hat und nun Fahnenträger der deutschen Olympia-Mannschaft sein zu können. Ich habe mich gestern mit ihm gleich telefonisch in Verbindung gesetzt. Er sieht es genau so und es macht ihn unheimlich stolz."

"Ganz Deutschland blickt voller Stolz auf Eric Frenzel"

Der 29-jährige dreifache Familienvater, der bereits alles gewonnen hat, was es in diesem Sport zu gewinnen gibt, kann in seiner einzigartigen Karriere einen Komplettsatz Olympischer Medaillen vorweisen. "Ich glaube, ganz Deutschland blickt voller Stolz auf Eric Frenzel", sagte der Heimtrainer Frank Erlbeck.

Panne beim Anflug

Eric Frenzel in der ARD: "Es war unbeschreiblich. In dem Moment, als ich es erfahren habe, war ich einfach nur extrem stolz und überglücklich, auserkoren zu sein. Das ist eine große Ehre, die mir zuteil wird und ich denke, es gibt nicht viele Athleten, die diese Möglichkeit bekommen. Und von dem her bin ich sehr stolz und freue mich nun auf die kommende Zeit.

Wir wollten gestern ab München 16.00 Uhr fliegen und saßen dann auch im Flieger. Doch es wollte nicht so recht losgehen. Dann hat sich der Kapitän gemeldet, es wird ein bisschen dauern. Nach drei Stunden sind wir dann wieder ausgestiegen und haben eine neue Maschine bekommen. Ich glaube mit 6 Stunden Verspätung sind wir schließlich abgehoben."

Erste Entscheidungen sind im Skispringen im Eisschrank von Südkorea bei minus 17 Grad Celsius von der Normalschanze gefallen. Vier Deutsche unter den ersten sieben, das kann so weiter gehen.

Platz 1 für Andreas Wellinger (D)

Platz 4 Richard Freitag (D)

Platz 6 Markus Eisenbichler (D)

Platz 7 Karl Geiger (D)