Online-Petition: Jugendclub will sein Gebäude behalten

Protest Pfaffenhainer wollen einem Neubau für die Feuerwehr nicht weichen

online-petition-jugendclub-will-sein-gebaeude-behalten
Besitzer Michael Weigelt (l.) und Vereinsmitglied sowie Petitionsgründer Nico Kinas (r.) wehren sich gegen den Abriss. Foto: Georg Dostmann

Pfaffenhain. Die Ortsfeuerwehr Pfaffenhain möchte am jetzigen Dorfplatz ein neues Gerätehaus bauen. Dafür müsste allerdings die Zufahrt vergrößert werden, was sich nur durch den Erwerb eines Grundstücks realisieren ließe. "Der Besitzer ist dazu aber nur bereit, wenn er das Gelände des Jugendclubs bekommt", berichtet Michael Weigelt, der den Club vor sieben Jahren übernommen hat.

Junge Leute fühlen sich übergangen

Erst Anfang der 2000er Jahre wurde das Gebäude auf dem strittigen Gelände von einem Kindergarten in einen Jugendclub umgebaut. Dazu stellte die Gemeinde eine Anfrage auf Neubebauung beim Landratsamt: Ist eine Umnutzung des Jugendclubs als Einfamilienhaus überhaupt möglich? Die Betreiber des Jugendclubs wurden über diese Anfrage nicht informiert, wie Bürgermeister Albrecht Spindler zugibt.

"Außerdem ärgert uns der Fakt, dass das Gelände des alten Gasthofs als Alternative für die Feuerwehr zur Verfügung stehen würde", sagt der 27-Jährige. Anfang Juni hat der Verein das Gespräch mit Bürgermeister Albrecht Spindler gesucht, der ihnen daraufhin die Pläne vorgestellt hat. "Ich hatte das Gefühl, dass er nicht weiß, wie viele Leute an dem Jugendclub hängen", so der Jahnsdorfer.

Schließung nach einem möglichen Umzug?

Ihm wurde zwar mit dem alten Feuerwehrgerätehaus eine Alternative aufgezeigt, allerdings geht es den Mitgliedern um das Gebäude an sich. Michael Weigelt sagt: "Viele haben ihre Kindheit und Jugend darin verbracht, es steckt viel Zeit, Arbeit und Geld darin. Sollten die Pläne umgesetzt werden, müssten wir den Verein auflösen, da ins neue Gebäude niemand mehr kommen würde."

Nico Kinas startete daraufhin eine Online-Petition, die unter www.openpetition.de zu finden ist und noch bis zum 15. Oktober läuft. Bürgermeister Spindler erklärt: "Brandschutz ist eine Pflichtaufgabe und hat Vorrang, Jugendarbeit ist eine freiwillige Aufgabe".